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Krefeld
Huntsman nach Chempark-Unglück: Feuerwehr-Uniformen frei von Asbest

Krefeld: Zwölf Verletzte bei Explosion im Chempark
Krefeld: Zwölf Verletzte bei Explosion im Chempark FOTO: Christoph Reichwein
Krefeld. Offenbar halten sich die Asbest-Mengen, die nach der Explosion bei Huntsman im Uerdinger Chempark freigesetzt wurden, in sehr engen Grenzen.

Wie Huntsman am Montag mitteilte, ist auf den Uniformen der Feuerwehrleute, die nach der Explosion an der betroffenen Halle im Einsatz waren, kein Asbest festgestellt worden. Auch die Trümmer der Halle seien weitgehend frei von Asbest; der Stoff sei lediglich "in einigen Bruchteilen der Isolierung gefunden werden", heißt es weiter. Das passt zu der Anfangsvermutung: Die Halle wurde Ende der 50er Jahre in einer Zeit gebaut, in der Asbestplatten ein beliebter, weil feuerfester Werkstoff war. So lange diese Platten unangetastet in den Wänden bleiben, sind sie unproblematisch; gefürchtet ist Asbeststaub, der bei Bohrungen oder Abrissarbeiten entsteht.

Die Reinigungsarbeiten, mit denen der Asbest sicher entsorgt werden soll, haben begonnen, teilte Huntsman weiter mit.

Krefeld: Große Staubwolke nach Explosion im Chempark FOTO: Markus Schneider

Noch ist unklar, ob die Produktion normal weitergeht oder der Standort mit Einbußen zu rechnen hat. Huntsman hat auf entsprechende Anfragen noch nicht reagiert. Das hängt auch damit zusammen, dass alle Fragen der Presse mittlerweile über die Konzernzentrale in Texas beantwortet werden. Der Konzern wurde 1982 von Jon M. Huntsman gegründet und hat sich zu einem der größeren Chemieunternehmen der Welt entwickelt. Seit 2005 ist Huntsman an der Wall Street notiert. Das Unglück von Uerdingen trifft das Unternehmen in einer Konsolidierungsphase der Titandioxid-Sparte. Allein in Uerdingen hat Huntsman 180 Stellen gestrichen.

(vo)
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