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Krefeld
Idee: Ein  Fotofestival für Krefeld

Krefeld: Idee: Ein  Fotofestival für Krefeld
Dirk Böttger hat ein halbes Dutzend Fachbücher über digitale FOTO: RPO
Krefeld. Der Fotograf und freie Journalist Dirk Böttger möchte Amateuren mit einem "Fotofestival Niederrhein" ein öffentliches Forum schaffen. Das Konzept hatte er im Rahmen des Wettbewerbs "Krefeld – schön hier" präsentiert. Jetzt hat er eine Kontaktseite im Internet eingerichtet. Von Jochen Lenzen

Westbezirk Dirk Böttger hat einen Traum. Den träumt er aber nicht im Wolkenkuckucksheim, sondern er hat seine Idee in einem Konzept zusammengefasst: Der Fotograf und freie Redakteur bei der Zeitschrift "ProfiFoto" mit Wohnsitz an der Forstwaldstraße möchte das erste "Fotofestival Niederrhein" auf die Beine stellen. "Ich möchte Amateuren ermöglichen, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren – am Besten 14 Tage lang dezentral in der ganzen Stadt. Mit Ausstellungen in Schaufenstern – auch in leeren Ladenlokalen – mit öffentlichen Beamer-Präsentationen und Seminaren", sagt der 37-jährige Krefelder. Das Ganze soll in einem Begleitheft mit Infos über die Künstler und deren Werke nebst einem Lageplan zusammengefasst werden.

Große Firmen der Fotobranche

Böttger hatte Idee und Konzept zum Wettbewerb "Krefeld – schön hier" eingereicht, war aber nicht in die Endauswahl gekommen. "Das Konzept liegt der Stadt vor, und sie hat Gespräche für die Zeit nach den Sommerferien avisiert. Ich habe das Gefühl, dass die Stadt interessiert ist, dass aber Finanzprobleme bestehen." Dabei erwarte er von der Stadt kein Geld, sondern vielmehr logistische Hilfe, Entgegenkommen bei den Genehmigungen oder auch die Bereitstellung von leerstehenden Gebäuden. Für die Finanzierung setzt er auf Sponsoren: "Wir haben in Krefeld ja große Firmen rund um die Fotobranche", sagt Böttger und nennt Unternehmen wie Canon, Epson, Fuji oder Atido.

Für das Festival hat Böttger zwei Ausstellungskonzepte im Blick: erstens als Patenschaften, wobei ein Geschäft einen Beitrag für die Fotoausdrucke der Künstler leistet. Zweitens eine kostenfreie Ausstellung, die im Rahmen der Förderung des Festivals bereits finanziert ist. "Die ausstellenden Künstler sollen durch öffentliches Voting im Internet ausgewählt werden; die ersten Zehn bekommen eine freie Ausstellung, die anderen werden mit den sponsernden Geschäftsleuten zusammengebracht."

Auch Erweiterungsmöglichkeiten für das Festival hat der Fotoenthusiast schon im Hinterkopf: Mappen-Schauen für Nachwuchsfotografen, Integration der Ausstellung der FH-Studierenden, ein Krefelder Fotopreis, Öffnung der Ateliers Krefelder Fotografen, Kooperation mit dem Krefelder Samstag und/oder mit dem A-Gang oder auch ein Model-Wettbewerb.

Böttger hat ein halbes Dutzend Fachbücher über digitale Fotografie und Bildbearbeitung geschrieben und Exemplare dieser Werke auch der Mediothek gestiftet. Er gibt Fotokurse bei der VHS sowie bei Wolfgangs Digital- und Fotoservice an der Evertsstraße. Darüber hinaus betreut er als Director die Fotoabteilung der Kunst- und Multimediamesse "Contemporary Art Ruhr", die zweimal im Jahr in Essen stattfindet, und er baut im Moment seine eigene Fotoakademie Niederrhein auf.

Quelle: RP
 
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