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Krefeld
Ideenwerkstatt für Kaiser-Wilhelm-Park

Krefeld: Ideenwerkstatt für Kaiser-Wilhelm-Park
Es wurde gezeichnet und diskutiert, wie der Kaiser-Wilhelm-Park zukünftig genutzt werden soll. Rund 50 Bürger aller Altersgruppen arbeiteten einen halben Tag lang engagiert an Plänen und Ideen. FOTO: CPU
Krefeld. Der versteckt liegende Park an der Schluff-Trasse soll schöner werden. Bürger hatten jetzt die Möglichkeit, ihre Ideen und Nutzungsbedürfnisse im Rahmen eines Workshops zu entwickeln. Geplant ist auch eine neue Kindertagesstätte. Von Carola Puvogel

Es gibt noch kein Geld, aber jede Menge Ideen, wie der Kaiser-Wilhelm-Park schöner gestaltet werden könnte: Rund 50 Anwohner quer durch alle Altersgruppen haben sich jetzt an einer Ideenwerkstatt beteiligt, zu der die Stadt eingeladen hatte und die Initialzündung für einen späteren Umbau des Parks sein soll. Einen halben Tag lang wurde gezeichnet, wurden Symbolbildchen auf großen Plänen hin- und hergeschoben und in Gruppenarbeit intensiv diskutiert, die Ergebnisse schließlich im Plenum engagiert präsentiert.

Etwas überrascht wurden die Teilnehmer von der Nachricht, dass es für einen Parkumbau noch kein Budget und auch keinen Zeitrahmen gibt. Auf Wunsch der Politik wird andersherum gearbeitet: Bürger sollen früh einbezogen werden. Anhand der ermittelten Nutzungsbedürfnisse sowie der von ihnen entwickelten Ideen und gehen Politik und Verwaltung dann die nächsten Schritte. Erst dann wird über Geld geredet. Moderiert und begleitet wird das Verfahren vom Dortmunder Unternehmen "plan-lokal".

Der Kaiser-Wilhelm Park liegt jenseits der Schlufftrasse etwa auf Höhe des Nordbahnhofs. Der Zipfel in der linken Bildmitte könnte Kita-Standort werden. FOTO: cpu

Ebenfalls eine Überraschung war die Information, dass direkt am Park möglicherweise eine neue Kindertageseinrichtung gebaut wird. Vorgesehen dafür ist ein Grundstück, auf dem sich derzeit noch der Betriebshof des Grünflächenamts befindet. Die Verwaltung denkt darüber nach, diesen Hof in einigen Jahren aufzugeben. Das städtische Grundstück mit seinen rund 2500 Quadratmetern hätte die ideale Lage und Größe, um im Krefelder Westen dringend benötigte zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen.

Fünf Arbeitsgruppen präsentierten am Ende des Workshops ihre Ideen für den Park. Die Ergebnisse glichen sich in weiten Teilen. Die als "Angstraum" empfundene Wegeachse zwischen den Sportplätzen und den Gleisen soll belebt werden, zum Beispiel mit Bänken, einem Bewegungsparcours und natürlich Beleuchtung. "Denn Belebung heißt Sicherheit", sagte eine Teilnehmerin. Auch ein weiterer Zugang zu dem sehr versteckt liegenden Park zwischen Westparkstraße/Schlufftrasse und Von-Steuben- Straße steht ganz oben auf der Wunschliste. Denkbar wäre, so die Teilnehmer, eine Trasse über die Schluff-Gleise Richtung Innenstadt zu führen.

Weit in die Zukunft gedacht ist der interessante Vorschlag einer Gruppe, den Park über die Kreuzung am Amts- und Landgericht trichterförmig optisch zu öffnen und so eine Achse in Richtung Stadtgarten zu schaffen. Derzeit steht dieser Idee allerdings eine Holzhandlung im Wege, die an dieser Stelle ihren Unternehmensstandort hat.

Leichter zu verwirklichen dürfte der Wunsch nach Info-Tafeln, auf denen die Historie des Parks erklärt wird, zu verwirklichen sein. Großen Raum in der Diskussion nahm das Thema Sportangebote ein. Der Kaiser-Wilhelm-Park ist Heimat des VfR Krefeld, der mit seiner boomenden American-Football-Abteilung auf sich aufmerksam macht. Dennoch konnten Anwohner sich vorstellen, einen der Sportplätze "zu opfern", um mehr Raum für Freizeit und Freizeitsport sowie für Angebote für ältere Kinder und Jugendliche, etwa eine Skaterbahn, zu schaffen. Voraussetzung dafür, so die einhellige Meinung der Werkstatt-Teilnehmer, wäre aber der Bau eines Kunstrasenplatzes. Auch eine Einbindung sowie eine Aufwertung der Gastronomie des Vereins sei wünschenswert.

Das "plan-lokal"-Team um Inhaber Thomas Scholle wird die Ergebnisse der Ideenwerkstatt nun schriftlich und mit Hilfe eines "gezeichneten Protokolls" dokumentieren und den Lokalpolitikern als Vorlage zur weiteren Entscheidungsfindung an die Hand geben.

Quelle: RP
 
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