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Krefeld
IHK Mittlerer Niederrhein feiert 40-jähriges Bestehen

Krefeld. "Es war keine Zwangsehe - aber Liebe auf den ersten Blick war es sicherlich auch nicht." Mit diesen Worten kommentierte IHK-Präsident Elmar te Neues den Zusammenschluss der Industrie- und Handelskammern Krefeld, Mönchengladbach und Neuss zur IHK Mittlerer Niederrhein vor 40 Jahren. "Diese vier Jahrzehnte waren für die IHK und für unsere Region eine Erfolgsgeschichte, zu der viele beigetragen haben", ergänzte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Anlässlich ihres Gründungstages hatte die IHK im Anschluss an die Sitzung der Vollversammlung zu einem Sommerfest eingeladen.

Elmar te Neues erinnerte an die besonderen Umstände der Fusion: "Der Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern wurde Anfang der 70er-Jahre in Nordrhein-Westfalen zum Trend." Verschiedene Fusionsmodelle wurden diskutiert, unter anderem auch ein Zusammengehen mit Aachen, Düsseldorf oder Wesel. "Nach vielen Sitzungen, Gesprächen und Briefen bahnte sich dann aber doch die Verbindung an, die wir heute als IHK Mittlerer Niederrhein kennen", so te Neues. "Der neue Kammerbezirk sollte die kreisfreien Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Neuss und Viersen umfassen."

Neben der beruflichen Bildung gehörte der Einsatz für eine leistungsfähige Infrastruktur und ein ausreichendes Angebot an Gewerbeflächen zu den Daueraufgaben der vergangenen 40 Jahre. Te Neues nannte beispielhaft die Initiative "Zukunft durch Industrie - Krefeld", die Gründung der Metropolregion Rheinland und die Aktion "Heimat shoppen" als weitere Meilensteine der vielfältigen IHK-Arbeit.

"Nach diesem Rückblick stellt sich die Frage: Was haben wir von den kommenden vier Jahrzehnten zu erwarten?", sagte Steinmetz zur Begrüßung der Trend- und Zukunftsforscherin Birgit Gebhardt. "Wie entwickeln sich Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft angesichts des demografischen Wandels, einem veränderten Mobilitätsverhalten, fortschreitender Digitalisierung und Industrie 4.0?"

Gleich zu Beginn ihres Vortrags machte die Hamburger Trendforscherin eines unmissverständlich klar: "Die Digitalisierung, wie wir sie heute erleben, ist weit mehr als nur ein weiteres Update, wie manche glauben." Vielmehr würden herkömmliche Fertigungsprozesse und Handelsmodelle grundlegend infrage gestellt. Nicht mehr die Produkte seien entscheidend, sondern die Daten der Konsumenten. "Damit wird demnächst das Geld verdient." Amazon, Google und Co. bezeichnete Gebhardt als "gatekeeper" dieses Datenschatzes. "Die Macht dieser Unternehmen wird noch zunehmen - darauf sollten wir uns einstellen."

Quelle: RP
 
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