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Krefeld
Illegale Greifvogel-Falle: 3000 Euro Strafe für Forstwirt

Krefeld: Illegale Greifvogel-Falle: 3000 Euro Strafe für Forstwirt
Vogelschützer vermuteten, dass diese Bussarde vergiftet wurden. FOTO: Komitee gegen den Vogelmord
Krefeld. An einem Waldrand in Willich soll ein Forstwirt heimlich Greifvögel gejagt haben. Tierschützer kamen ihm auf die Schliche. Nun wurde er in Krefeld zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt.

Auf seinem Grundstück war eine trichterförmige Falle und darin ein toter Greifvogel entdeckt worden. Der 63-jährige Forstwirt hatte die Vorwürfe bestritten und sein Verteidiger auf Freispruch plädiert, doch der zuständige Amtsrichter befand am Mittwoch: "Der tote Greifvogel spricht für sich."

Vergeblich hatte der Angeklagte argumentiert, er habe die Falle auf seinem Grundstück bereits vorgefunden, als er es pachtete, aber nie betrieben. Mehrere Zeugen hatten bestätigt, dass der Trichter keine Abdeckung hatte und Kadaver in der Falle waren.

Der Angeklagte hat seinen Jagdschein inzwischen abgeben müssen. Tierschützer hatten ihn angezeigt. Dem Forstwirt drohten wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz bis zu fünf Jahre Haft. Er war aber nicht vorbestraft.

(lnw)