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Krefeld
In der Stadt arbeiten mehr Selbstständige als im Landesschnitt

Krefeld. Ein Drittel aller erwerbstätigen Frauen in Krefeld arbeiten in atypischen Verhältnissen. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung gestern mit. Von Norbert Stirken

Der Anteil Selbstständiger ist in Krefeld höher als im Landesdurchschnitt: 11,2 Prozent aller 89.000 so genannter Kernerwerbstätigen sind unternehmerisch tätig. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) gestern mit. Die relativ grobgerasterte Aufschlüsselung unterscheidet in Selbstständige, Normalarbeitnehmer und atypisch Beschäftigte.

Bei den abhängig Beschäftigten weicht Krefeld vom Landesdurchschnitt nicht ab. Bei den atypisch Arbeitsverhältnissen überwiegen die Frauen. 32,1 Prozent aller 41.000 erwerbstätigen Frauen sind in einer geringfügigen oder einer Teilzeitbeschäftigung beziehungsweise bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt. Das Gros der Männer hingegen arbeitet in einem Normalverhältnis. Das heißt, sie sind unbefristet sozialversicherungspflichtig mit mehr als 20 Stunden Wochenarbeitszeit angestellt. Sie machen einen Anteil von 73,9 aller 48.000 erwerbstätigen Männer aus.

Im vergangenen Jahr standen in Nordrhein-Westfalen 5,2 Millionen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren in einem Normalarbeitsverhältnis. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes anhand von Ergebnissen des Mikrozensus 2016 mitteilt, waren das zwei Drittel (67,6 Prozent) der 7,7 Millionen Kernerwerbstätigen an Rhein und Ruhr. Bei den Männern war der Anteil der Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis mit 75,5 Prozent höher als bei den Frauen (58,7 Prozent). Zu den Normalarbeitnehmern gehören abhängig Beschäftigte mit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit, die eine wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden umfasst und die direkt für den Arbeitgeber erbracht wurde.

1,75 Millionen Arbeitnehmer befanden sich im vergangenen Jahr in atypischer Beschäftigung. Hierzu zählen Personen, die in ihrer Haupterwerbstätigkeit einer befristeten, einer geringfügigen oder einer Teilzeitbeschäftigung mit bis zu 20 Wochenstunden nachgingen oder einen Vertrag mit einer Zeitarbeitsfirma hatten. Hier waren mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer vertreten.

Während mehr als jede dritte erwerbstätige Frau (34,2 Prozent) einer atypischen Beschäftigung nachging, war es bei den Männern nur jeder achte Erwerbstätige (12,6 Prozent). Der überdurchschnittlich hohe Anteil von Frauen in atypischer Beschäftigung war vor allem auf einen hohen Anteil Teilzeitbeschäftigter zurückzuführen. 29,7 Prozent der abhängig beschäftigten Frauen arbeiteten bis zu 20 Stunden wöchentlich. Bei den Männern hatten nur 4,5 Prozent ihre Arbeitszeit entsprechend reduziert. Während sich die Zahl der Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen seit 2006 um 10,5 Prozent erhöht hat, stieg die Zahl der atypisch Beschäftigten um plus 1,5 Prozent.

Wie die Statistiker von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) weiter mitteilen, wurden bei dieser Statistik nur die Kernerwerbstätigen berücksichtigt. Hierzu gehören Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in schulischer oder beruflicher Ausbildung oder in einem Freiwilligendienst befinden. Neben den abhängig Erwerbstätigen in einem Normalarbeitsverhältnis beziehungsweise in atypischer Beschäftigung zählen hierzu auch Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.

Quelle: RP
 
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