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Krefeld
In Krefeld bleiben die Mieten für Handel und Büros konstant

Krefeld. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein legte gestern den Gewerblichen Mietspiegel für das Jahr 2016 vor.

Gegen den Trend in einigen Nachbarstädten im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Viersen präsentiert sich der Krefelder Immobilienmarkt für Gewerbeflächen weiterhin stabil und auf einem guten Niveau. Das geht aus dem Gewerblichen Mietspiegel hervor, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein gestern für das Jahr 2016 vorgelegt hat. "Vor allem die Einzelhandelsmieten im Zentrum bleiben unverändert", erklärt Norbert Bienen, Vorsitzender des Ausschusses für Immobilienwirtschaft der IHK und in Krefeld beruflich besonders aktiv. "Das sieht in den Kreisen Viersen und Neuss anders aus. Hier verzeichnen wir bei den Mieten für Einzelhandelsimmobilien in den Kernlagen einen leichten Rückgang", sagt Bienen.

In Krefeld liegen die höchsten Kaltmieten für Geschäfte in 1a-Lage, die bis zu 100 Quadratmeter groß sind, unverändert bei 75 Euro pro Quadratmeter. "Der Umbau des Ostwalls war eine große Herausforderung für den örtlichen Handel", erklärt der Krefelder Immobilienexperte Gregor Grosche, Mitglied im IHK-Ausschuss für Immobilienwirtschaft und Mitglied der CDU im Krefelder Stadtrat sowie Vertreter in der Bezirksvertretung Ost. "Mit den Neuerungen rund um den Schwanenmarkt und dem Lebensmittelgeschäft im neuen Forum Krefeld an der St.-Anton-Straße werden sich die Laufströme der Passanten sicher leicht ändern", schätzt Grosche. "Ob das für den Ostwall und den südlichen Teil der Innenstadt ein Nachteil sein wird, bleibt abzuwarten." Zunächst ist der Immobilienexperte optimistisch: "Bauaktivitäten in einer Innenstadt sind immer gut und weisen auf die große regionale Bedeutung eines Handelsstandorts hin."

Auch der Büroimmobilienmarkt in Krefeld entwickelt sich gut. "Der Anstieg beim Mietpreisniveau für Büros, der sich seit 2013 abzeichnete, setzte sich im vergangenen Jahr zwar nicht fort", erklärt Bienen. "Aber dennoch steht Krefeld mit einer Kaltmiete von 12,50 Euro pro Quadratmeter im regionalen Vergleich sehr gut da. Nun ist zu wünschen, dass dieses Mietpreisniveau weitere Investoren motiviert, in der Krefelder City moderne Büroflächen zu realisieren, die den heutigen Ansprüchen gerecht werden. Denn hier fehlt häufig das entsprechende Angebot." In Premium-Objekten wie dem Mies-van-der-Rohe-Businesspark würden bei Vollausstattung Mieten bis zu 15 Euro je Quadratmeter verlangt.

Der Markt für Lager- und Produktionsflächen entwickelt sich kontinuierlich. Die Angebote im Europark-Fichtenhain an der A 44 und in Krefeld-Uerdingen werden weiter gut angenommen. "Die Nachfrage ist so groß, dass Krefeld für weitere Flächen sorgen muss, auf denen sich Unternehmen ansiedeln können", erklärt Bienen. Deshalb seien Projekte wie das mit der Stadt Meerbusch angestrebte interkommunale Gewerbegebiet an der A 44 wichtig.

Der Gewerbliche Mietspiegel kann auf der IHK-Homepage (www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/9152) kostenlos heruntergeladen werden. Ein Print-Exemplar ist für 15 Euro bei Christa Sander unter der Telefonnummer 02161 241-131 erhältlich.

(sti)
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