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1500 Menschen betrogen
In Krefeld gesuchter Betrüger in Armenien festgenommen

Krefeld. Der serbische Betrüger wurde am Mittwoch von Armenien nach Krefeld überführt. Er soll 1500 Lottospieler um über eine halbe Millionen Euro betrogen haben. 

Wie die Polizei mitteilte, wurde der 37-jährige Mann aus Serbien seit dem 11. September 2012 von der Staatsanwaltschaft Krefeld mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er und ein weiterer Mittäter hatten in den Jahren 2011 bis 2012 etwa 1500 Personen betrogen, indem sie Teilnehmergelder für Gewinnspieleintragungen beziehungsweise Lottotippgemeinschaften mittels Lastschrifteinzug abbuchten.

Eine adäquate Dienstleistung wurde dafür nicht erbracht. Der Schaden beläuft sich auf ungefähr 570.000 EUR. Beide Beschuldigten hatten sich ins Ausland abgesetzt. Eine Öffentlichkeitsfahndung bewirkte, dass sich einer der Männer, ein 33-jähriger Deutscher, Ende 2014 bei der Kriminalpolizei Krefeld stellte und die Tatvorwürfe umfassend einräumte.

Obwohl sich der weiterhin Flüchtige einen neuen Ausweis verschafft hatte, erkannten die armenischen Behörden dies und nahmen ihn fest. Beide werden sich in Krefeld verantworten müssen. 

(skr)
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