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Krefeld
Iraker trauern vor dem Bahnhof um Terror-Tote

Krefeld. Auf dem Bahnhofsvorplatz haben sich am Mittwoch etwa 30 in Krefeld lebende Menschen irakischer Herkunft getroffen, um ihrer getöteten Landsleute zu gedenken. Wie die Polizei gestern mitteilte, traf sich die Gruppe gegen 19 Uhr, stellte Kerzen auf und spielte leise Trauermusik. Die Teilnehmer führten Transparente mit, auf denen "Wir sind nicht alle gleich, wir sind nicht alle gewalttätig!" stand. Die friedliche Versammlung löste sich gegen 20.45 Uhr auf.

Hintergrund ist der folgenschwerste Anschlag im Irak seit dem Sturz von Diktator Saddam Hussein im Jahr 2003. Nach dem Selbstmordattentat auf einer Einkaufsstraße in Bagdad ist die Zahl der Todesopfer nach amtlichen Angaben auf 281 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium gestern in der irakischen Hauptstadt mit. Zu der Tat hat sich die sunnitische Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt, die im Norden und Westen des Landes gegen Regierungstruppen kämpft.

(jon)
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