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Krefeld
Jagd auf das Schwarze Schaf startet

Krefeld. Die Vorrunden für den Niederrhein-Kabarettpreis werden auch in Krefeld ausgetragen. Das Publikum im Südbahnhof entscheidet mit, wer ins Finale kommt. Am Mittwoch, 9. März, ist der erste Termin mit sechs Kandidaten. Von Petra Diederichs

Aus Österreich und aus dem südlichen Norden von Ostwestfalen strömen in diesen Tagen die Kleinkünstler an den Niederrhein. Denn jetzt wird es für zwölf Nominierte ernst. In zwei Vorrunden - in vier Städten - müssen sie das Publikum unterhalten und die Juroren überzeugen. Nur einer wird am 7. Mai in Duisburg mit dem Kabarettpreis "Das Schwarze Schaf 2016" gekürt. Krefeld ist traditionell eine der Arenen für die Vorrunden. Am Mittwoch, 9. März, stellen sich im Südbahnhof an der Saumstraße die ersten sechs Kandidaten und Duos vor, eine Woche später tritt dort die zweite Hälfte an.

Der Wettbewerb pflegt die Erinnerung an den Niederrhein-Poeten unter den Kleinkünstlern: Hanns Dieter Hüsch, der den Preis für Nachwuchskünstler einst initiiert hatte. Traditionell wird er deshalb in den niederrheinischen Städten, Krefeld, Moers, Emmerich und Wesel ausgetragen.

Juryvorsitzende Mirja Boes und ihre Mitjuroren - darunter Nikolaus Schneider, bis 2014 Präses der Evangelischen Kirche, haben eine recht bunte Vorauswahl getroffen. "Die Nominierten sind erstklassig! Ich freue mich schon jetzt aufs Finale und bin gespannt, wen das Publikum nach Duisburg schickt", sagt Stand-up-Comedienne Boes. Und das erwartet das Publikum an diesem Mittwoch: Das Duo Blömer/Tillack: Dirk Tillack und Bernd Blömer kommen ihres Zeichens aus dem südlichen Norden von Ost-Westfalen und dem westlichen West-Westfalen. Damit bürgen sie für Humor. Michael Feindler wird für "frischen Wind" gelobt, den er in die junge Kleinkunstszene bringe. Er hält an Lyrik fest, und an der Einstellung, dass er dem Publikum "ruhig etwas mehr zutrauen" darf. De Frau Kühne ist Karnevalisten vielleicht bei der einen oder anderen Sitzung bereits begegnet. Auch Kabarettfans kennen sie: Im vergangenen Jahr stand Ingrid Kühne, so ihr bürgerlicher Name, im Finale um die Krefelder Krähe.

Der Berliner Sebastian Nitsch hat sich bereits mit sein Programm "Unsterblichkeitsbatzen" 2012 preisküren lassen. Nun tritt er mit Auszügen aus "Hellwachträumer - Kabarett für ausgeschlafene Optimisten" an. Kai Spitzel, in Wuppertal aufgewachsen, war im Fernsehen bereits Gast bei Volker Pispers. Seine Premiere von "Ich sehe was, was du nicht bist" hatte er im Januar in Berlin bei den Wühlmäusen.

Christoph Tiemann ist Autor und Sprecher beim WDR, wo er wöchentlich "Tiemanns Wortgeflecht" bietet. Als Kabarettist wurde er bereits mit dem Reinheimer Satirelöwen, dem Melsunger Kabarettpreis, dem Rösrather Kabarettpreis und zuletzt mit dem Goldenen Rottweiler ausgezeichnet. Und ein Buch hat er auch schon geschrieben: "Gebratene Störche mit phatten Beats".

In der folgenden Woche dann treten auf: das Duo 2gewinnt, Katharina Hoffmann, Olivier Sanrey, Fabian D. Schwarz, Marvin Spencer und Heino Tiskens. Durch das Programm der Vorrunden führt jeweils Kabarettist und Moderator Christoph Brüske.

Der große Finalabend findet dann am 7. Mai im Theater am Marientor in Duisburg statt.

Karten für die Vorrunden kosten 12 Euro, für Schüler und Studenten 7 Euro. Karten fürs Finale liegen zwischen 23 und 28 Euro. Die Vorrunden beginnen am 9. März und am 16. März jeweils 19.30 Uhr im Südbahnhof, Saumstraße 9.

Quelle: RP
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