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Krefeld
Jagenberg baut wieder neue Maschinen

Krefeld: Jagenberg baut wieder neue Maschinen
Die Jagenberg Paper Systems GmbH aus Krefeld ist ins Neumaschinengeschäft eingestiegen: Sie stellte in Frankfurt ihren neuen Kalander vor. FOTO: JPS
Krefeld. Fünf Jahre nach der Gründung von Jagenberg Paper Systems (JPS) - ein Unternehmen der Krefelder Kleinewefers Gruppe - machen die Verantwortlichen den nächsten großen Schritt: Statt Reparatur und Modernisierung von Altanlagen baut JPS jetzt auch neue Maschinen für die Papierindustrie. Von Norbert Stirken

Jagenberg Paper Systems ist in den fünf Jahren nach der Gründung gleichsam vom eigenen Erfolg überrollt worden: In dem überschaubaren Zeitraum sei das so genannte Retrofit - und Servicegeschäft für die Papierindustrie zu einer "bemerkenswerten Größe" gewachsen, erklärte Guido Lebbing, Chef von JPS und des Automatisierungsspezialisten Lebbing Engineering & Consulting GmbH. "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass wir mit der Ausrichtung auf das Retrofitgeschäft voll ins Schwarze getroffen haben. Das Know-how unserer Experten, gepaart mit den Vorteilen der Zugehörigkeit zur Kleinewefers-/Jagenberg-Gruppe wird von den Kunden hervorragend angenommen", berichtet Lebbing. Vor allem die Verbindung des verfahrenstechnischen Know-hows der JPS mit dem umfassenden steuerungstechnischen Know-how der Firma Lebbing schaffe beste Voraussetzungen, in diesem anspruchsvollen Marktsegment kontinuierlich zu wachsen, ergänzt er.

Die Zeit sei nunmehr reif für den nächsten Schritt, betonte Erich Bröker, Vorstand der Jagenberg AG, die als Managmentholding die Geschäfte von 22 operativen Tochtergesellschaften im In- und Ausland führt. Die Obergesellschaft ist die traditionsreiche Krefelder Kleinewefers-Gruppe, deren industrielle Wurzeln bis in Jahr 1862 zurückreichen.

"Wir haben uns entschlossen, wieder als Originallieferant in das Geschäft mit Neumaschinen für die Papierindustrie einzusteigen", informierte Bröker. Die Anfragen zahlreicher Kunden haben zu dieser Entscheidung beigetragen. Jagenberg investiert konsequent in den nachhaltigen Ausbau ihrer Maschinenbauaktivitäten.

Ab sofort bietet die Jagenberg Paper Systems GmbH ihren Kunden ein umfassendes Neumaschinenprogramm für Soft- und Hartnip-Kalander mit einer Arbeitsbreite von bis zu 7.000 Millimeter an. Als Biegeausgleichswalze wird die bewährte Schwimmende Walze eingesetzt. Die Wiederaufnahme des Baus neuer Papierkalander knüpfe an die über 150-jährige Firmenhistorie der Obergesellschaft an, die den Namen "Kleinewefers" zum Synonym für Papierkalander gemacht habe, so Bröker. Natürlich werde auch weiterhin für Retrofits im Bereich Verfahrenstechnik, Mechanik und Automatisierung einschließlich Optimierung, Audits und Services zur Verfügung stehen.

Im Zuge der vielfältigen Veränderungen der Papiermaschinenindustrie hat die Jagenberg AG im Jahr 2012 entschieden, mit der Gründung der Jagenberg Paper Systems GmbH ihrer alten Kundschaft im Bereich der Endbearbeitung von Papier wieder umfassende Retrofit- und Serviceleistungen anzubieten. Damit wurde auch zahlreichen Fachleuten in Krefeld eine neue berufliche Perspektive gegeben und die durch strukturelle Veränderungen bei den Papiermaschinenbauern entstandene Angebotslücke ausgefüllt.

Die Jagenberg Paper Systems GmbH wartet und modernisiert Rollenschneidmaschinen, Querschneider und Kalander. Das Leistungsspektrum umfasst die Modernisierung und Erneuerung sowohl von Antrieben, Steuerungen und Bedienungen als auch der Pneumatik und Hydraulik.

Durch die umfangreiche Versorgung mit Ersatzteilen und allen erforderlichen Service- und Retrofitleistungen wird die Wirtschaftlichkeit der Produktionsanlagen nachhaltig gesteigert. Seit Januar 2016 hat die Firma ihren Sitz auf der Kleinewefersstraße 1 im K2 Tower + Industriepark, dem Stammwerk der Firma Kleinewefers. Die gesamte Kleinewefers-/Jagenberg-Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 1400 Mitarbeiter.

Quelle: RP
 
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