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Jannis Niewöhner
Schauspieler aus Krefeld hat doppelte Chance auf Oscar-Nominierung

Jannis Niewöhner aus Krefeld hat doppelte Chance auf Nominierung für Oscar 2017
Alicia von Rittberg (Nadesh) und Jannis Niewöhner (Zach). FOTO: Constantin Film Verleih
Krefeld. Die Blitzkarriere von Jannis Niewöhner aus Krefeld-Hüls steht vor einem neuen Höhepunkt: Der 25-jährige Schauspieler ist in gleich zwei Filmen zu sehen, die es in die deutsche Vorauswahl zur Nominierung für die Oscar-Verleihung geschafft haben. Von Norbert Stirken

Nominierungen für renommierte Film- und Fernsehpreise sind für den 25-jährigen Schauspieler Jannis Niewöhner inzwischen keine Seltenheit mehr. Der Krefelder fühlt sich mittlerweile auf dem roten Teppich und im Scheinwerferlicht auch außerhalb der Dreharbeiten zu Hause. Für seine Interpretation der Hauptrollen in "Jonathan" und "Jugend ohne Gott" erhielt er zum Beispiel den Bayerischen Filmpreises als bester Nachwuchs-Schauspieler verliehen.

Jannik Schümann (Titus) und Jannis Niewöhner (Zach) in Jugend ohne Gott. FOTO: Constantin Film Verleih

Die in Aussicht stehende Nominierung für die Oscar-Verleihung in den USA am 4. März 2018 ist aber noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Niewöhner zittert der von "German Films" organisierten Entscheidung einer achtköpfigen Jury aus Mitgliedern der Branche entgegen, die sich unter elf vorausgewählten deutschen Kinoproduktionen entscheiden muss, wer das Rennen macht und für die Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nominiert wird. 

Starke deutsche Konkurrenz

Niewöhner hofft, dass sich "Jonathan" und "Jugend ohne Gott" gegen die starke innerdeutsche Konkurrenz durchsetzen können. Ebenfalls zur Wahl stehen zum Beispiel "Willkommen bei den Hartmanns" von Simon Verhoeven und "Aus dem Nichts" von Fatih Akin.

Der sensible Jonathan (Jannis Niewöhner) mit seinem Vater Burkhardt (Andre M Hennicke). FOTO: Rousse

Die Produktion "Jugend ohne Gott", in der Niewöhner den "Zach" spielt und unter anderem mit Anna Maria Mühe, Fahri Yardin, Iris berben und Katharina Müller-Elmau vor der Kamera stand, kommt erst am 31. August in die Kinos. Regisseur Alain Gsponer verarbeitet einen Stoff, den der Schriftsteller Ödön von Horvath 1937 zu Papier brachte. Es geht sinnbildlich um die Leistungs- und Ellbogengesellschaft. Eine Truppe von jungen Hochleistungsintellektuellen begibt sich in ein Camp. Dort kommt es zu einem Mord. Der Film erhielt das Prädikat "Besonders wertvoll".

Gute Kritiken für "Jonathan"

"Jonathan" mit dem Krefelder in der Haupt- und Titelrolle kam schon im vergangenen Jahr in die Kinos. Der Film hatte seine Weltpremiere bei der 66. Berlinale und überzeugte Kritiker und Festivalbesucher gleichermaßen. "Jonathan" erzählt in kraftvollen Bildern die dramatische Geschichte einer Familie, deren streng gehütetes Geheimnis nach und nach an eine Oberfläche aus Schweigen und Vergessen drängt. Das Drehbuch von Regisseur und Autor Piotr J. Lewandowski wurde mit dem Hessischen Filmpreis 2013 als "Bestes Drehbuch" und dem Emdener Drehbuchpreis 2014 ausgezeichnet.

In der Rolle des sensiblen Jonathan, der versucht seine Welt zusammenzuhalten, ist Niewöhner zu sehen. Seinen Vater Burghardt spielt André M. Hennicke. Pflegerin Anka wird von Julia Koschitz gespielt. Burghardts Jugendfreund Ron ist mit Thomas Sarbacher besetzt und die Rolle von Burghardts Schwester Martha spielt Barbara Auer. In einer weiteren Rolle ist Max Mauff als bester Freund von Jonathan zu sehen.

Nun richten sich die Augen des 25-Jährigen auf den 23. Januar 2018. An dem Tag fällt die Entscheidung, ob einer "seiner" Filme es zur Oscarverleihung in den USA schafft.

Quelle: RP
 
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