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Krefeld
Jobcenter stellt Programm gegen Langzeitarbeitslosigkeit vor

Krefeld. Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Wohlfahrtsorganisationen sitzen an einem Tisch, um Lösungsweg fürs Problem zu finden.

Langzeitarbeitslosigkeit ist in Krefeld ein wesentliches Problem. Obwohl der Arbeitsmarkt sich in der Region sich seit geraumer Zeit günstig entwickelt, profitieren die beim Jobcenter Krefeld gemeldeten Menschen, die länger als zwölf Monate ohne Beschäftigung sind, nicht genügend vom Aufwärtstrend. Vielleicht ist es manchmal schon der Vorbehalt gegen den Begriff "Langzeitarbeitslos", der Arbeitgeber davon abhält, diesen Personen eine neue berufliche Chance zu geben, mutmaßt Peter Kraps, langjähriger Sprecher der Agentur für Arbeit Krefeld.

Die Langzeitarbeitslosigkeit sei ein drängendes Problem, das immer wieder mit Nachdruck angegangen werden müsse, eröffnete Tavin Lara Turanli, Geschäftsführerin des Jobcenters Krefeld, die Gesprächsrunde, zu der sie neben den Wirtschaftsvertretern von IHK, Kreishandwerkerschaft Niederrhein und Unternehmerschaft Niederrhein auch den DGB, DRK, Awo, Diakonie, Caritas und Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie die Wirtschaftsförderung, GSAK, die Städtischen Werke, Arbeitsagentur und Stadt Krefeld eingeladen hat. "Die nachhaltige Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kann nur gemeinsam mit allen Partnern am Arbeitsmarkt gelingen", so Turanli weiter, "daher stellen wir heute allen Akteuren das ESF-Bundesprogramm vor und wollen dann miteinander konkrete Schritte zur Unterstützung der Umsetzung vereinbaren".

Bei dem neuen Förderprogramm handelt es sich um das ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter. Im Jobcenter Krefeld wurden im September mit 5.483 auch 91 Prozent aller 6.006 in Krefeld gemeldeten Langzeitarbeitslosen betreut. Der europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union (EU) zur Förderung der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Europa.

"Mit dem Programm wollen wir Menschen unterstützen, die sich aufgrund von Brüchen in ihrer Erwerbsbiografie in den Bewerbungsverfahren nicht durchsetzen, die sich aber weiter hochmotiviert um eine dauerhafte Beschäftigung bemühen", beschreibt Turanli die Bewerberseite. Die Teilnehmer sind 35 Jahre oder älter, verfügen über keinen verwertbaren Berufsabschluss und sind seit mindestens zwei Jahren arbeitslos. "Für diese Menschen suchen wir Arbeitgeber, die ihnen eine Chance geben", so Turanli. Zum Förderprogramm gehört ein intensives individuelles Coaching für die Arbeitnehmer in persönlichen Fragestellungen, aber eben auch begleitend bei der Arbeit und am Arbeitsplatz.

(sti)
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