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Krefeld
Jubiläum: Texanerin spielt 25 Jahre Theater

Krefeld: Jubiläum: Texanerin spielt 25 Jahre Theater
Als Marilyn Monroe ist Debra Hays in dem schwungvollen Songdrama "Marlene, Judy, Marilyn - Endstation Hollywood" zu sehen. FOTO: Matthias Stutte
Krefeld. Debra Hays ist am Niederrhein heimisch geworden. In der laufenden Spielzeit ist sie als Frau Luna in Paul Linckes gleichnamiger Operette zu erleben. Von Norbert Stirken

Für viele Kulturinteressierte ist sie eine gute alte Bekannte: Debra Hays steht seit 25 Jahren auf den Bühnen des Gemeinschaftstheaters Krefeld und Mönchengladbach. In dieser Spielzeit feiert sie ihr Silberjubiläum. Die Sopranistin kam 1991 aus Texas an den Niederrhein. Auch wenn man es kaum glauben mag, weil sie mit so viel frischem Temperament und Leidenschaft ihren Beruf ausübt: Debra Hays ist die dienstälteste Sängerin im Musiktheaterensemble des Gemeinschaftstheaters. In der aktuellen Spielzeit steht die quirlige Amerikanerin bereits ein Vierteljahrhundert auf den Bühnen am Niederrhein - und hat das Publikum nicht nur in der Oper, sondern auch mit zahlreichen Musicalrollen und in Konzerten begeistert. In einige Rollen war Debra Hays inzwischen schon mehrfach zu erleben, beispielsweise als Marie in "Zar und Zimmermann" oder als Pamina in Mozarts "Zauberflöte" - für Mozartliebhaberin Hays ein großes Glück.

In anderen Stücken hat sie einen Rollenwechsel vollzogen: "Früher habe ich im 'Rosenkavalier' die jugendliche Sophie gesungen, jetzt werde ich als mütterliche Leitmetzerin besetzt. In ,Don Giovanni' war ich erst die Zerlina, dann die Donna Elvira", erzählt die Sängerin. Dass ihr so manches Opernwerk schon zwei, oder drei Mal begegnet sei, empfinde sie nicht als langweilig, im Gegenteil: "Das Stück ist wie ein alter Freund".

Nach Gesangsstudien in ihrer Heimat Oklahoma und in Houston/Texas trat Debra Hays ihre ersten Engagements an der Houston Grand Opera und der Lyric Opera of Dallas an. Darauf folgte der Umzug nach Europa, das Zwei-Städte-Haus wurde für sie zum künstlerischen Hafen, Mönchengladbach ihr neues Zuhause. Obwohl sie ihre Familie im fernen Amerika meist nur während der Spielzeitferien besuchen kann, fühlt sie sich hier am Niederrhein wohl. "Wir fahren jeden Tag zwischen den beiden Städten hin und her und verbringen auch außerhalb der Vorstellungen viel Zeit miteinander. Dadurch entsteht ein toller Zusammenhalt im Ensemble", beschreibt Hays, die sich schon seit vielen Jahren als Ensemblesprecherin um ihre Kollegen kümmert, die besondere Situation des Doppeltheaters. Die Fahrten zwischen Krefeld und Mönchengladbach seien aber auch eine Belastung, manchmal bliebe wenig Zeit zum Durchatmen. "Gefühlt habe ich in den letzten 25 Jahren schon so viele Kilometer zwischen den beiden Theaterhäusern zurückgelegt, dass ich mehrere Male nach Amerika hätte reisen können", sagt sie augenzwinkernd.

Ganz besonders freut Debra Hays, dass viele Zuschauer dem Theater die Treue gehalten haben: "Ich sehe Gesichter im Publikum, die ich auch damals schon gesehen habe. Es ist schön, dass die Leute mit einem 'alt' geworden sind!"

In der laufenden Spielzeit ist die Sopranistin unter anderem als Frau Luna in Paul Linckes gleichnamiger berühmter Operette und als Marilyn Monroe in dem schwungvollen Songdrama "Marlene, Judy, Marilyn - Endstation Hollywood" zu erleben.

Quelle: RP
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