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Krefeld
Jugendtreff Jojo jetzt in Profihand

Krefeld: Jugendtreff Jojo jetzt in Profihand
Die Ehrenamtler des Vereins Offene Jugendarbeit Uerdingen haben die Verantwortung für das Jojo jetzt an das Trägerwerk für kirchliche Jugendarbeit übergeben, werden die Jugendeinrichtung aber weiter unterstützen. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Neben rund 150 Stammbesuchern kommen auch Kinder aus dem Flüchtlingscamp gegenüber. Von Linda Schumilas

Nach 27 Jahren hat der Verein Offene Jugendarbeit Uerdingen (VOJ) seine Trägerschaft für die Jugendeinrichtung Jojo abgegeben. "Der Verein besteht aus Ehrenamtler, von denen immer mehr Fachwissen gefragt wird", sagt Johan Crasemann, Vorstandsmitglied des VOJ. Durch Verwaltungsaufgaben und verschärfte Kinderschutzauflagen kämen immer mehr Aufgaben hinzu, "die die Ehrenamtler nicht mehr alleine tragen können", sagt Crasemann. Deshalb übernimmt jetzt das Trägerwerk für kirchliche Jugendarbeit der Region Krefeld im Bistum Aachen diese Aufgabe.

Diese Institution ist seit 2004 Träger der Krefelder Jugendeinrichtungen Café Oje, Kreta und Mobifant. Petra Störkel, stellvertretende Vorsitzende des übernehmenden Trägerwerks, geht es darum, "Risiken eines ehrenamtlichen Vorstands mit der Verantwortung für eine zunehmende Mitarbeiterschaft zu begrenzen und abzusichern." Dennoch sei es wichtig, den Einfluss des VOJ bestehen zu lassen. Der Verein wird nach wie vor das Jojo unterstützen. Neues Satzungsziel ist die "ideelle, personelle und materielle Förderung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Uerdingen".

Das Jugendhaus steht seit fast drei Jahrzehnten für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen offen. "Wir haben momentan rund 150 Stammbesucher", sagt Einrichtungsleiter Felix Bünzel. "Die Kinder bringen eigene Ideen mit, und die werden dann gemeinsam umgesetzt." So wurde durch die Arbeit der Kinder und durch Spenden ein Kino gebaut und ein wöchentlicher Kinoabend ermöglicht.

In der Sporthalle der gegenüberliegenden Von-Ketteler-Hauptschule sind Flüchtlinge untergebracht. Einige der Flüchtlingskinder sind auch Besucher des Jojo. "Wir haben hier eine große kulturelle und religiöse Vielfalt, und uns ist besonders wichtig, dass sich alle Kinder bewusst sind, dass sie hier Zuhause sind", sagt Bünzel. Durch gemeinsames Fußballspielen oder Ausflüge komme der Kontakt zwischen den Jugendlichen und den Flüchtlingen zustande: "Wir spielen mit den jungen Männern gemeinsam Fußball, und der Kontakt bleibt auch bestehen, wenn die Flüchtlinge nicht mehr in der Turnhalle leben."

Quelle: RP
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