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Krefeld
Jugendverkehrsschule soll wieder starten

Krefeld. Die Bezirksvertretung Fischeln berät heute über einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion.

Die Jugendverkehrsschule in Fischeln soll wieder in Betrieb genommen werden. Das fordert die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Fischeln in einem Antrag, der heute in dem Gremium beraten wird.

"Da ein Umzug der Feuerwehr Fischeln anscheinend in weite Ferne gerückt ist, wäre eine zwischenzeitliche Reaktivierung durchaus möglich", schreibt Fraktionssprecher Michael Haas. Haas, der gleichzeitig Vorsitzender der Krefelder Verkehrswacht ist, verweist auf eine Begründung seines Kollegen, des Verkehrswacht-Geschäftsführers Hauptkommissar Rainer Behrens: In Krefeld gebe es, so Behrens, seit Stilllegung der Jugendverkehrsschule im Jahr 2011 keinen gesonderten Schonraum mehr, in dem Schulen und Kindertagesstätten in realitätsnahem Umfeld das Fahren mit dem Fahrrad üben können.

"Die traurige Konsequenz: Immer häufiger können Kinder in Krefeld überhaupt nicht an der Radfahrprüfung teilnehmen, weil sie nie mit dem Fahren auf dem Rad vertraut gemacht wurden", sagt Behrens. Als Alternative sei mit der Schließung des Platzes an der Kimplerstraße der Schulhof der ehemaligen Hauptschule Danziger Platz hergerichtet worden. Doch mittlerweile sei das Gelände Lehrer- und Schülerparkplatz und deshalb faktisch nicht mehr nutzbar. "Außerdem sind ein paar aufgemalte Linien auch kein Ersatz für eine Jugendverkehrsschule, wo der Straßenraum ja realistisch nachgebildet ist. Es ist von Kita- und Grundschulkindern wirklich zu viel verlangt, sich anhand von ein paar weißen Strichen vorzustellen, wo Straße, Fußweg und Radweg sein sollen", meint der Verkehrsexperte. Und Behrens weist noch auf einen ganz anderen Aspekt hin: "Notwendig scheint ein solcher geschützter Raum auch angesichts der wachsenden Zahl von Flüchtlingen, die häufig völlig ungeübt Fahrräder als einziges Verkehrsmittel nutzen."

Das Gelände der Jugendverkehrsschule an der Kimplerstraße sei seit der Stilllegung vor vier Jahren verrottet. Lediglich die Rasenflächen würden regelmäßig beschnitten. "Die seinerzeit als dringend notwendig skizzierte Nutzung als Baufläche für die freiwillige Feuerwehr ist bislang nicht realisiert worden und wird auch heute zumindest öffentlich nicht mehr diskutiert", sagt Behrens. Die Krefelder Verkehrswacht trete daher dafür ein, dass die Revitalisierung der Jugendverkehrsschule in die Planungen der "Fahrradfreundlichen Stadt Krefeld" aufgenommen wird.

Die Sitzung der Bezirksvertretung Fischeln beginnt heute um 17 Uhr im Rathaus Fischeln, Kölner Straße 517.

(cpu)
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