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Krefeld
Junge Aufklärer für Jugendliche

Krefeld. Das "Schlau"-Team der Aidshilfe fördert Gespräche über sexuelle Orientierung. Von Natalie Sacharow

Die Schule ist oft nicht der Ort, um über Liebe zu reden - schon gar nicht über gleichgeschlechtliche Liebe. Doch das war das Thema, zu dem fünf Aufklärer des "Schlau"-Teams jetzt zu ihrem ersten Aufklärungsbesuch ins Gymnasium Fabritianum kamen. "Schlau" setzt sich zusammen aus den Begriffen "schwul", "lesbisch" und Aufklärung" und ist eine Initiative der Aids-Hilfe NRW. Das "Schlau"-Projekt ist im Januar in Krefeld angelaufen und will Jugendliche mit Gleichaltrigen ins Gespräch bringen, die homo-, bi- oder transsexuell sind. Aufklärung soll Vorurteile abbauen. "Damit nicht mehr über sie geredet wird, sondern mit ihnen", heißt das Motto, sagt die für Krefeld zuständige Leiterin Patrizia Helten.

In einem Workshop konnten im Fabritianum die Schüler anonym Fragen an die jugendlichen Aufklärer von "Schlau" richten: "Wie war die Reaktion deiner Eltern?", wollten sie wissen, und: "Habt ihr gemerkt, dass ihr anders seid?" Und wer das Thema nicht in der großen Runde besprechen wollte, konnte auch Gespräche unter vier Augen führen.

Die Jugendlichen aus dem "Schlau"-Team engagieren sich ehrenamtlich. Für die Begegnung mit den Schülern sind sie geschult worden: Vor der Schülerschaft zu sprechen sei daher kein Problem gewesen, sagt Aufklärer Tolga Yildiz (17). Er und seine Kollegen wissen, dass die Schule für die meisten der Ort ist, an dem die größten Ängste und Unsicherheiten bestehen, wenn man sich outet. Deshalb sei die Aufklärung wichtig. Mitstreiter sind willkommen. Wer mitmachen will oder die Schlau-Aufklärer einladen möchte, kann über die Aidshilfe Krefeld Kontakt aufnehmen: schlau@krefeld.aidshilfe.de.

Quelle: RP
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