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Krefeld
Jusos verteidigen "Bündnis für Toleranz"

Krefeld. Die Jusos kritisieren die Absage von CDU-Parteichef Marc Blondin zum "Fest ohne Grenzen" als Wahlkampfmanöver, unterstützen aber das Anliegen, Extremismus jeglicher Couleur eine Absage zu erteilen. Den Ausschluss einzelner Gruppen lehnen die Jusos aber ab: Sie begrüßen "alle Unterstützer, aus welcher Richtung sie kommen". Das Fest wird vom Bündnis für Toleranz und Demokratie ausgerichtet. Die CDU wirft dem Bündnis vor, sich nicht von Linksextremismus abzugrenzen, und fordert, die Haltung zu DKP und Marxistisch-Leninistischer Partei Deutschlands (MLPD) als Unterstützer des Bündnisses zu überdenken.

"Die Absage ist ein Ablenkungsmanöver von Herrn Blondin, der sich nach dem Rechtsruck seiner CDU anscheinend dazu genötigt fühlt, mit einem Angriff auf das Bündnis von seinen innerparteilichen Querelen abzulenken", erklärt dazu die Krefelder Juso-Vorsitzende Stella Rütten. Mit Querelen meinen die Jusos die Gründung des "Konservativen Kreises", der für eine konservative Ausrichtung der CDU eintritt. Seitdem dieser Kreis "das Sagen" in der CDU habe, scheinen die Werte Toleranz und Wachsamkeit nur noch eine geringe Bedeutung in der Partei zu haben.

Die Aussage Blondins, zu Radikalen an beiden Enden des politischen Spektrums Grenzen zu ziehen seien, unterstützen die Jusos. Sie zeigen sich aber verwundert, dass die CDU nicht zwischen extremistischen Taten und linken Gruppierungen differenziere. Die Aussage von Martin Schulz nach dem G20-Gipfel in Hamburg teilen die Jusos: "Links und Gewaltanwendung schließen sich gegenseitig aus."

(vo)
 
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