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Krefeld
Kaiser-Friedrich-Hain ist wieder ein Kleinod

Krefeld. Die historische Parkanlage mit Pavillon, Toranlage und Spielplatz wurde nach der Sanierung gestern von Bürgermeister Frank Meyer offiziell den Bürgern übergeben. Die Baudenkmal-Stiftung Krefeld beteiligte sich mit 40 000 Euro. Von Annette Frieling

Die Neugestaltung und Sanierung des Kaiser-Friedrich-Hains ist abgeschlossen. In Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters Gregor Kathstede hat Bürgermeister Frank Meyer gestern das Park- und Spielgelände an der Steckendorfer Straße offiziell an die Bürger übergeben. "Dies ist ein tolles Beispiel dafür, wie man historische Elemente aus der Geschichte der Samt und Seidenstadt bei der Planung einer modernen Parkanlage berücksichtigen kann," lobte Meyer.

Der Park präsentiert sich nun mit neuen Wegen und neuen Beeten, Hecken, Bäumen und Sträuchern. 235 000 Euro sind allein in die Sanierung des 17 000 Quadratmeter großen Parks geflossen. Weitere 135 000 Euro kostete der Spielplatz, und 80 000 Euro verschlang die Sanierung von Mauer samt Zaun und Toranlage und dem klassischen Aussichtstempel von 1914/15.

Meyer erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Planung unter einer frühen und breiten Bürgerbeteiligung entstanden sei; so habe man ein Kleinod geschaffen und für die Anlieger eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität erreicht. "Ich freue mich, wenn die Kinder auf dem Spielplatz in der Innenstadt lauter sind als die Autos", sagte der Bürgermeister.

Christine Wolf vom ausführenden Planungsbüro wbp lobte die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt. Hinsichtlich der Möglichkeiten sagte sie: "Es stand nicht viel Geld zur Verfügung, aber es ist mit wenigen Elementen gelungen, gerade im Bereich der steinernen Bänke einen Raum zu schaffen, wo die Jugend einen Platz findet", denn die habe man bei der Gestaltung nicht vertreiben wollen.

Architekt Klaus Reymann, Vorstand der Krefelder Baudenkmal- Stiftung, überreichte der Stadt zum Abschluss der offiziellen Übergabe einen symbolischen Scheck in Höhe von 40 000 Euro. "Dieses Geld haben wir für die Restaurierung der Mauer, des Zaunes, der Eingangspfeiler und des Pavillons verwendet", erläuterte Reymann. Ziel der Stiftung sei es, "das zu pflegen, was früher diese Stadt einmal ausmachte". Diesen Schritt sei die Stiftung auch im Falle des Kaiser-Friedrich-Hains gegangen, und hier wolle er die Stadt auch in die Pflicht nehmen. "Wir wünschen uns, dass er gepflegt wird".

Und weil eine geplante Beleuchtung nicht umgesetzt worden war, wandte sich Reymann mit einem versteckten Hinweis an die Verantwortlichen der Stadt. "Wir wünschen uns, dass wir den Pavillon an der Philadelphiastraße beim täglichen Vorbeifahren mit dem Auto zu jeder Zeit immer gut sehen können."

Quelle: RP
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