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Krefeld
Kaiser-Wilhelm-Park soll attraktiver werden

Krefeld. Ein neues Spielplatzkonzept, die Sanierung von Wegen in städtischen Anlagen und das Dauerproblem "Parken im Quartier" waren die zentralen Punkte in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung West. Von Joachim Niessen

Kontrovers diskutierten die Mitglieder der Bezirksvertretung West in ihrer jüngsten Sitzung einen Antrag der SPD, der sich mit der künftigen Entwicklung des Kaiser-Wilhelm-Parks beschäftigt. Während die Sozialdemokraten die Verwaltung verpflichten wollten, bereits ein "Moderationsverfahren zu initiieren", warnten CDU und FDP davor, Aufgaben zu verteilen, deren Folgekosten nicht im aktuellen Haushaltsplan berücksichtigt sind. "Wir halten es für sinnvoll, zügig hierzu eine Veranstaltung durchzuführen", argumentierte Gabi Schock (SPD). Dem stimmte Günter Porst (FDP) "im Prinzip" zu: "Wir sollten frühzeitig in die Planung einsteigen und versuchen, die Dinge unter einen Hut zu bringen. Allerdings sollten wir auch die Kosten eines Moderationsverfahrens im Auge behalten sowie die Verbindlichkeit der Ergebnisse garantieren."

Auch die CDU setzte auf eine "ausgeruhte" Vorgehensweise: "Wir müssen in einem nächsten Schritt das Gebiet exakt definieren, welches genau besprochen werden soll", so Hans-Josef Ruhland, während sich Manfred Stein (Linke) eine Bürgerbeteiligung "ähnlich wie bei der Diskussion um das Seidenweberhaus" vorstellen konnte. Schließlich einigten sich die Politiker auf ein Minimalpaket: So wurde die Verwaltung beauftragt, ein erstes Konzept zu erarbeiten und es - mit Blick auf die Kosten - der Bezirksvertretung vorzulegen.

Harmonischer ging es beim Thema "Parken" zu. Rolf Horster (SPD) sprach von "teilweise katastrophalen Zuständen" in den Bereichen Roß-, Stein-, und Jägerstraße sowie der Prinz-Ferdinand-Straße, Blumen-, Korn- und Dionysiusstraße. "Hier herrscht ein nicht mehr zu akzeptierender Parkdruck, der zu Behinderungen auf Gehwegen und Gefährdungen beim Queren von Straßen führt. Gleichzeitig wird der Zugang für Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr erschwert" so der SPD-Politiker, der auf die Reduzierung von Lebensqualität sowie erhöhte Lärm- und Luftbelastung in den Quartieren hinwies. Kurzfristige Forderungen nach Anwohnerparkzonen oder der Einrichtung von Quartiersgaragen stellte die Politik allerdings zurück. Sie will sich erst mit dem jüngsten städtischen Entwurf eines Parkraumkonzepts befassen, das die Verwaltung erarbeitet hat. "Davon sind vier Bezirksvertretungen in Krefeld ganz zentral betroffen", sagte Mathias Schütze, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice.

Einstimmig votierten die Bezirksvertreter für den Umbau des Kinderspielplatzes an der Friedrich-Fröbel-Straße. Die Kosten betragen 120.000 Euro. Wann mit den Arbeiten begonnen werden soll, konnte die Verwaltung allerdings nicht sagen. Geplant ist, dass belasteter Boden abgetragen und die Fläche mit einer 35 Zentimeter starken neuen Schicht überdeckt wird. Dafür müssen drei vorhandene Bäume gefällt werden. Die Füllung in Sandkästen sowie Sicherheitsbereichen der Spielgeräte werden bis in eine Tiefe von 60 Zentimetern abgetragen. Eine Betonschicht soll dort eingezogen und die Stellen anschließend neu aufgefüllt werden.

Der vorhandene Sitzbereich bleibt in seiner Größe erhalten und wird mit neuen Pflasterbelag und Bankmobiliar versehen. Leichte Bodenmodellierungen gliedern die angrenzende Rasenfläche, auf der die Spielgeräte stehen. Ein gepflasterter Weg verbindet über Rampen alten und neuen Sitzplatz miteinander und bildet zusammen mit dem Zugangsweg zur Grünanlage einen befestigten Rundkurs.

Ebenfalls begrüßt haben die Mitglieder der Bezirksvertretung den Verwaltungsvorschlag zur Sanierung der Wege im Kaiser-Wilhelm-Park (Kosten: 55.000 Euro) sowie in der Grünverbindung entlang des Preußenrings (20.000 Euro). Mit den Arbeiten soll im Laufe des Jahres begonnen werden.

Quelle: RP
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