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Krefeld
Kammerkonzert zu Ehren Dmitri Schostakowitschs

Krefeld. Zum 110. Geburtstag des Komponisten erklingt sein bekanntes Streichquartett um seine Initialen D-Es-C-H. Von Heide Oehmen

Emir Imerov, der Stimmführer der zweiten Geigen bei den Niederrheinischen Sinfonikern, sein Kammermusikpartner Christoph Schlomberg (als Gast), Natascha Krumik, Viola, und Silke Frantz, Violoncello, gedenken im zweiten Kammerkonzert am Sonntag, 20. November, des Komponisten Dmitri Schostakowitsch, der vor 110 Jahren geboren wurde. Mit dessen Streichquartett Nr. 8, c-Moll, op. 110 haben die Musiker das am häufigsten gespielte Kammermusikwerk des Russen gewählt. In diesem im Jahre 1960 entstandenen Opus ehrte der Tonsetzer alle Opfer von Krieg und Faschismus - außerdem wollte er sich selbst ein Werk widmen, weshalb er immer wieder seine Initialen mittels der Tonfolge D-Es-C-H verwendet.

Weitaus lichter und farbiger ist der zweite Programmpunkt der Matinee, das 1940 entstandene Klavierquintett g-Moll op. 57, bei dem sich im Glasfoyer des Theaters ein weiterer musizierender Gast hinzugesellt - die Pianistin Indira Farabi.

Die Uraufführung dieses Tongemäldes bereits im Entstehungsjahr mit dem Beethoven-Quartett und dem Komponisten am Klavier war ein umjubelter Erfolg, der für den ansonsten von staatlicher Seite stets gemaßregelten Tonsetzer sogar die Verleihung des Stalin-Preises erster Klasse zur Folge hatte.

In Anlehnung an Johann Sebastian Bach beginnt das Quintett mit einem Präludium und einer Fuge, es folgt ein rustikales Scherzo, dann ein lyrisches Intermezzo. Ein Rondo mit feiner Transparenz und zauberhaftem Charme beschließt das von entspannter Musizierfreude geprägte Werk.

Konzert Sonntag, 20. November, 11 Uhr, Theater Krefeld, Glasfoyer. Eintritt: 11,50 Euro, ermäßigt: 8 Euro.

Quelle: RP
 
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