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Krefeld
Kampf erhält Award für Industrie 4.0

Krefeld. Die Kampf-Gruppe gehört zur Krefelder Jagenberg AG und ist Weltmarkführer für Schneid- und Wickeltechnik. Auf der Messe München stellte die Gesellschaft mit Standorten in den USA und China ihre neueste Entwicklung auf dem Sektor Digitalisierung vor - und erhielt dafür einen ICE-Award. Von Norbert Stirken

Die Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH - ein Unternehmen der Kleinewefers Beteiligungsgesellschaft aus Krefeld - ist Weltmarktführer in der Produktion von Maschinen, um Folien, Papier und Stoffe zu verarbeiten. Das ist eine starke Basis. Heutzutage wird von den Kunden aber noch mehr erwartet. Er will die Prozesse in Echtzeit verfolgen, überwachen und steuern können. Digitalisierung ist das Zauberwort, das in allen Branchen Einzug hält. Mal schneller, mal weniger zügig. Und die Krefelder sind schnell.

Die Kraft-Gruppe stellte in München ihre Innovation unter dem Titel Industrie 4.0 vor. Die integrative Plattform the@vanced ist ein neues Instrument zur Effizienzsteigerung, nicht nur der Schneid- und Wickeltechnik, sondern des gesamten Produktionsprozesses. Schon am ersten Messetag zeigte sich der Erfolg des Produkts: Geschäftsführer Lutz Busch durfte den ICE Award in der Kategorie "Innovative Partnerschaften" entgegennehmen. "Wir sind sehr stolz, diesen Preis zu erhalten", sagt der Geschäftsführer. Maik Krüger, Leiter strategisches Produktmanagement, freute sich, den Besuchern die neue Plattform vorzustellen: "Wer möchte nicht jederzeit über den Status seiner Produktion detailliert informiert sein? Dies bietet dem Anwender den kompletten Überblick und versetzt ihn in die Lage die richtigen Maßnahmen einzuleiten und die Ergebnisse exakt ausgewertet abzulesen. The@vanced macht aus den Produktionsdaten Informationen und aus diesen wird in Echtzeit ,Kenntnis' gemacht. Dadurch ist der Benutzer in der Lage, schnell zu reagieren und Voraussagen zu treffen." Der Nutzer erhalte die Analysen komfortabel angezeigt - überall und jederzeit. Darüber hinaus bietet the@vanced noch zahlreiche Smart Services, welche die Effektivität und die Abläufe weiter verbessern. So seien unter anderem Ersatzteilverzeichnisse, Maschinenzeichnungen und vieles mehr direkt verfügbar.

Für die Innovation hat das Krefelder Unternehmen mit Hauptsitz im Oberbergischen einen eher kurzen Anlauf genommen. Bereits 2015 hatte Kampf die Fachindustrie aufgefordert, in den Dialog zu Industrie 4.0 einzusteigen. Auf der Drupa 2016 folgten dann erste Impressionen zu Konzepten, und auf der Kunststoffmesse K präsentierte Kampf im vergangenen Jahr bereits den Prototyp des Produktes, welches damals noch mit dem Projektnamen KPC kommuniziert wurde.

Die Kampf-Gruppe ist international aufgestellt, macht rund 115 Millionen Euro Jahresumsatz und beschäftigt 550 Mitarbeiter. Seit den 1980er Jahren gehört sie bereits zur Krefelder Unternehmensgruppe. Das Produktprogramm erstreckt sich auf Wickler und Schneidmaschinen für Herstellungsprozesse, Spindel- und Stationsmaschinen zur Konfektionierung sowie Anlagen für die Aluminiumindustrie. Die Maschinen werden in der Produktion für unterschiedliche bahnförmige Materialien wie Kunststofffilme, Aluminiumfolien und -bänder, Spezialfolienverbunde, Verpackungsmaterialen und Papier sowie spezielle Materialien eingesetzt.

Quelle: RP
 
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