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Krefeld
Karneval-Exzess Verberg: Polizeidirektor rügt Stadt

Krefeld. Polizeidirektor Dagobert Allhorn hat der Stadt schwere Versäumnisse bei den Alkoholexzessen beim Verberger Karnevalszug vorgeworfen. Rund 600 Jugendliche hatten sich am Kreisverkehr an Haus Ritte beim Kinderkarneval zum Feiern und Trinken getroffen; 24 junge Leute mussten in Gewahrsam genommen werden – die meisten, weil sie Alkohol getrunken hatten und noch keine 18 Jahre alt waren. Von Mario Fuchs und Martin Röse

Allhorn kritisiert, dass die Stadt zu wenige Mitarbeiter entsendet hat. Das habe zu Problemen bei der Übergabe der betrunkenen Jugendlichen geführt, sagte er in der Sitzung der Bezirksvertretung. "Selbst wenn wir mit mehreren Hundert Polizisten vor Ort sind, sehen wir uns nur vier bis acht Mitarbeitern der Verwaltung gegenüber", erklärte Allhorn.

Mit seiner Kritik steht der Polizeidirektor nicht alleine da. Ralf Mühlenberg, Präsident der Karnevalsgesellschaft Verberg, sagt: "Die Ordnungskräfte vor Ort müssen sichtbarer sein." Matthias Schütze vom Bürgerservice erklärt: "Das ist nicht alleine ein Problem der Verberger. Der Fachbereich Ordnung und Jugend ist gefordert. Eine Lösung geht nur Hand in Hand." Wie Mühlenberg von der KG Verberg mitteilt, wird derzeit eine Änderung des Zugwegs diskutiert. "Aus Sicht der Polizei wäre es sinnvoll, den Zug nicht mehr an Haus Ritte vorbei zu führen", betonte Allhorn. "Wir hatten ähnliche Probleme am Nordbahnhof. Jetzt zieht der Zug dort nicht mehr vorbei, und die Situation hat sich entspannt." Mühlenberg wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit mit Stadt und Polizei: "Die KG Verberg fordert eine Kooperation mit den Ordnungsbehörden ein."

Quelle: RP
 
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