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Karneval in Krefeld
150.000 feiern Rosenmontag am Zug

So schön war der Rosenmontagszug 2017 in Krefeld
So schön war der Rosenmontagszug 2017 in Krefeld FOTO: Lammertz, Thomas
Krefeld. Weil die Absperrgitter noch nicht aufgebaut waren, startete der Zug mit rund 30 Minuten Verspätung. Die Lokalpolitik spielte wie in den vergangenen Jahren keine große Rolle. Die Polizei zog eine positive Bilanz. Von Joachim Niessen

Krefeld im Karnevalsrausch: Rund 150.000 Narren haben gestern den Rosenmontagszug in Krefeld gesehen und - anschließend - in der Stadt gefeiert. Das Treiben verlief friedlich, so die Polizei in einer ersten Bilanz. 17 Platzverweise wurden ausgesprochen, fünf Personen kamen in Gewahrsam. Das Paket, das Veranstalter, Stadt und Polizei geschnürt hatten, passte, Sicherheit stand allgegenwärtig an erster Stelle. Grünes Licht gab's für den närrischen Lindwurm erst mit 30 Minuten Verspätung - die Absperrgitter waren noch nicht an allen Stellen ordnungsgemäß aufgestellt. Ein Kompliment gab's von vielen Jecken für die Polizei. Sie war überall präsent. Beamte mit Maschinenpistolen sorgten für ein sicheres Gefühl, ohne die Feierlaune zu vermiesen. Absperrungen um die Innenstadt und ein Lkw-Fahrverbot sorgten schon im weiten Umfeld für klare Verhältnisse. Verkehrswacht und Ordnungsamt waren stets informiert und gaben hilfreiche Tipps.

Prinzengarden ziehen nach Zug-Absage spontan durch Krefeld FOTO: Thomas Lammertz

Bei den politischen Themen hatten die Narren die Dauerbau-Haltestelle am Ostwall aufs Korn genommen. Unter dem Motto "Vom Regen in die Traufe" war das Glasdach der Ostwall-Haltestelle zu bestaunen, unter dem Alt-OB Kathstede und Neu-OB Meyer mit einem Schirm standen. Auch die Erdmännchen des Zoos schafften es als Motiv in den Zug, der dritte Motto-Wagen beschäftigte sich mit dem ausgefallenen Umzug 2016: Eine große Wolke, aus der dem Prinz der vergangenen Session der Wind kräftig entgegen bläst. "Vom Winde verweht", so der Schriftzug des Wagens, auf dem das Prinzenpaar von 2016 stand - und begeistert feierte. Tanzende und musizierende Fußgruppen sorgten für Abwechslung, überraschende Akzente in den Verkleidungen begeisterten vor allem die Kleinen. Bunt ging es nicht nur bei den Jecken am Straßenrand her, auch im Zug waren verschiedene Nationalitäten vertreten. "Gemeinsam richtig feiern und in Krefeld ein klares Zeichen für Toleranz setzen", so Zugleiter Albert Höntges.

Das Wetter konnte den Narren in diesem Jahr nicht das Feiern vermiesen. Zwar pfiff immer wieder ein kräftiger Wind durch Federbüsche und Narrenkappen, doch es blieb fast bis zum Ende trocken in der Stadt. Positiv kam auch das Glasverbot an. Wenig Scherben am Zugweg meldete die Straßenreinigung, wenig Schnittverletzungen hieß es auch bei den Sanitätsabteilungen. Das Konzept mit Präsenzstreifen, mobilen Wachen und verstärktem Personal hat sich ausgezahlt.

Wir haben live vom närrischen Geschehen berichtet. Hier gibt es Protokoll vom Rosenmontagszug zum Nachlesen.

Rosenmontag in Krefeld: Mini-Zug durch die Innenstadt
Quelle: RP
 
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