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Krefeld
Karsten Leuf ist neuer Verberger König

Krefeld: Karsten Leuf ist neuer Verberger König
Rund drei Stunden lang wurde auf den Verberger Vogel geschossen - bis schließlich Karsten Leuf das Federvieh von der Stange holte. Danach wurde der neue Regent zu seiner Residenz geleitet, am Abend wurde beim Krönungsball ausgelassen gefeiert. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der Kommandeur der Seekadetten im Verberger Schützenverein schoss am frühen Sonntagabend den Vogel ab und regiert nun gemeinsam mit Ehefrau Heike für die kommenden vier Jahre über die Schützen. Von Sonja Stemes

Der neue König des Verberger Schützenvereins von 1765 heißt Karsten Leuf. Rund drei Stunden nach Beginn des Wettbewerbs schoss der 48-jährige Familienvater den Vogel gegen 18 Uhr neben dem Festzelt auf dem Franz-Nolte-Platz ab. Bejubelt wurde das nicht nur von den zahlreich erschienenen Besuchern, sonder ganz besonders auch von Ehefrau Heike, Sohn Lukas (22) und Tochter Nadja (18).

Der neue König ist seit 1985 Mitglied im Verberger Schützenverein und fungiert dort als Kommandeur der Seekadetten. Am Vereinsleben schätzt er vor allem "Kameradschaft und Geselligkeit". Die Eheleute Leuf, die in diesem Jahr Silberhochzeit feiern, werden nun vier Jahre lang als König und Königin regieren - bis zum nächsten Königsvogelschießen, das 2020 stattfinden wird.

Die Verberger Schützen hatten bereits am Freitagabend mit dem Feiern begonnen und ein Jahr nach ihrem 250-jährigen Bestehen zur "Jubiläumsparty 250 + 1" eingeladen. Im voll besetzten Festzelt wurden die Gäste bestens durch die musikalischen Stimmungskanonen Axel Fischer, Tim Toupet und Markus Becker sowie der Band "Popcorn" unterhalten.

Am Samstagabend kam es dann zur Verabschiedung des bisher amtierenden Schützenkönigspaares Gerd I. und Irmgard I. (Siebenmorgen). Als Überraschung für Gerd I. trat der von diesem sehr geschätzte Trompeter Bruce Kapusta auf, der sowohl Karnevals-Schlager und Pop-Songs als auch klassische Stücke zu seinem Repertoire zählt. Als Gäste wurden unter anderem die befreundeten Königshäuser Bockum und Traar begrüßt. Ab 22 Uhr spielte erneut die Band "Popcorn" zum Tanz auf.

Am Sonntagvormittag meinte es das Wetter nicht allzu gut mit den Schützen. Nach dem Gottesdienst um 10 Uhr kam es am Kreisverkehr vor Haus Kleinlosen beim Antreten der Kompanien zum Totengedenken auf dem Waldfriedhof zu derart heftigen Regengüssen, dass sie sich ins Festzelt zurückziehen mussten.

Beim erneuten Aufstellen der Kompanie gegen 13 Uhr zeigte sich aber schon wieder die Sonne, so dass Gerd I. die Parade abnehmen konnte und die Vorbereitungen für das gegen 15 Uhr startende Königsvogelschießen getroffen werden konnten.

Um 16.40 Uhr fiel bereits der rechte Vogelflügel, nur Minuten später der Linke sowie der Schwanz des Federviehs. Nachdem etwa 90 Minuten später der Rest des Vogels durch die Hand des neuen Schützenkönigs zu Boden gegangen war, geleiteten die Kameraden ihren neuen Regenten zu seiner Residenz.

Und um 20 Uhr zog dann das neue Königshaus mit Standarten, Fahnen, Offizieren und Kompanien ins Festzelt ein, um dort - bis tief in die Verberger Nacht hinein - in bester Stimmung ihren Krönungsball zu feiern.

Quelle: RP
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