| 00.00 Uhr

Krefeld
Kaum Zugeständnisse am Rott

Krefeld. Einwände der Nachbarn wirken sich nur bedingt auf den Bebauungsplan aus.

Keine niedrigeren Dächer, keine größeren Abstände, kaum Sichtschutz, keine Begrenzung auf weniger Parteien - das ist der jetzige Stand des Bebauungsplans 781. Seit 2013 besteht der Plan für die Neubebauung westlich der Straße Rott und nördlich der Friedrich-Ebert-Straße in Bockum. Es gab eine frühe Bürgerbeteiligung, Anhörungen, Beratungen in der Bezirksvertretung, Abstimmungen mit Stadtwerken und Behörden. Eine Interessengemeinschaft von Nachbarn hat Stellungnahme um Stellungnahme verfasst, kritisiert und Bedenken geäußert. Und am Ende bleibt vieles davon außen vor.

In der Fassung, über die der Ausschuss für Stadtplanung morgen und der Rat eine Woche später am 25. Februar beraten soll, finden sich sämtliche Einwände - und die Abwägungen, die die Verwaltung dagegen hält. Die Interessengemeinschaft der Anwohner Rott, Friedrich-Ebert-Straße und Grotenburgstraße kritisierten bereits im Juni 2013, dass "städtebauliche Erforderlichkeit durch ein massives Investoreninteresse ersetzt" werde. Investor in dem Baugebiet ist die Firma Baudesign Reymann. Einer der größten Kritikpunkte war die Gebäudehöhe der neu geplanten Mehr- und Einfamilienhäuser. Die Verwaltung meint, dass sich trotz unterschiedlicher Dachformen die neuen Häuser in die Umgebung einfügen würden. Die Nachbarn bezweifeln das.

Einen Gebietserhaltungsanspruch, den die Nachbarn geltend machen, weil das Wohngebiet in seinem derzeitigen Bestehen krass verändert würde, greift laut Begründung zum Bebauungsplan ebenfalls nicht. Dieser gelte nur in Ausnahmefällen, wenn den Nachbarn ein Gefühl des "Eingemauertseins" vermittelt werde. Zugeständnisse macht die Verwaltung bei der Bepflanzung, bei den Altlasten und teilweise bei der Verkehrsplanung.

(her)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Kaum Zugeständnisse am Rott


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.