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Krefeld
Kinder-Expo im Freizeitzentrum Süd

Krefeld. Die viertägige Veranstaltung für Kindergarten- und Grundschulkinder rund um die Themen Kinderrechte, Flucht, Vertreibung und Sprache endet am Abend des morgigen Mittwochs. Von Linda Schumilas

Von jetzt auf gleich fliehen, vor Krieg und Verfolgung sein Zuhause, das Kinderzimmer, die gewohnte Umgebung hinter sich lassen. Was nehme ich auf die Flucht mit? Wie werde ich mich tausende Kilometer von Zuhause entfernt zurecht finden?

Es sind sicherlich keine leichten Fragen mit denen sich die Kinder-Expo beschäftigt. Die viertägige Veranstaltung für Kindergarten- und Grundschulkinder rund um die Themen Kinderrechte, Flucht, Vertreibung und Sprache wurde am Sonntag eröffnet. "Die Themen sind in den Medien sehr präsent, und Kinder kommen damit immer wieder in Berührung", sagt Organisator Matthias Hoeps. Deshalb sei es wichtig, sie spielerisch aufzugreifen.

Organisiert wird die Kinder-Expo, die zum siebten Mal in Krefeld stattfindet, vom Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung. Fast 50 Akteure nehmen an der Veranstaltung teil. Darunter viele Krefelder Jugendeinrichtungen und Verbände sowie internationale Organisationen wie Unicef und Amnesty International. An den Ständen können die Kinder Spiele aus aller Welt ausprobieren, Postkarten in ferne Länder verschicken oder Neues aus Müll basteln. "Wir haben eine Station, an der Filter gebastelt werden, um schmutziges Wasser zu reinigen und trinkbar zu machen", sagt Hoeps. Es gibt Filme zum Thema Flucht und Vertreibung, und traditionelle Tänze aus Ghana werden aufgeführt.

"In diesem Jahr geht es wirklich um wichtige Themen", sagt Doreen Gezaj, die mit ihrer Tochter Samira schon zum dritten Mal die Veranstaltung besucht. "Die Kinder beschäftigen solche Themen sehr, sie bekommen durch die Medien oder Flüchtlingskinder viel mit."

An der Station "Fluchtwege" sollen die Kinder eine Reise ins Ungewisse erleben, weg von allem, was ihnen vertraut ist. Gestartet wird in einem Raum, der als Kinderzimmer eingerichtet ist. Sie packen ihre Taschen für die Flucht. Die Gruppe geht die nächsten Stationen der Flüchtlinge entlang, sie steigen in ein kleines Boot und kommen in einem Flüchtlingslager an. Gemeinsam überlegen sie, was es heißt, in einem fremden Land zurecht zu kommen, die Sprache und Kultur nicht zu kennen. "Die Kinder sollen verstehen, was im Moment passiert, was dahinter steht, wenn sie das Wort Flüchtling hören", sagt Evelyn Matter vom Freizeitzentrum Süd in Fischeln. "Die Leute kommen aus großer Not hier her, egal ob sie vor Krieg flüchten oder aufgrund der wirtschaftlichen Lage in ihrem Land."

Bei strahlendem Sonnenschein hat die Landtagsabgeordnete Ina Spanier-Oppermann die siebte Krefelder Kinder-Expo offiziell eröffnet. Auf dem Außengelände an der Kölner Straße 190 drehte sich alles um besagte Themen. Neben Informationsständen, Ausstellungen und Aufführungen verschiedener Theatergruppen können die jungen Besucher täglich noch bis morgen jeweils von 9 bis 16 Uhr auch selbst aktiv werden. Der städtische Fachbereich Jugendhilfe veranstaltet die Kinder-Expo mit Unterstützung der Sparkasse vor allem für Kindergarten- und Grundschulkinder. Angesprochen sind jedoch auch Schüler der Sekundarstufe I. Der Eintritt ist frei. Informationen und das gesamte Programm gibt es im Internet unter www.jungeskrefeld.de oder bei facebook auf "KinderExpo Krefeld".

Quelle: RP
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