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Krefeld
Kinderuni: Wissenschaft zum Anfassen

Krefeld: Kinderuni: Wissenschaft zum Anfassen
In der Evonik Kinderuni lernten Mädchen und Jungen der Grundschule Horkesgath, wie man aus Lavendel Parfüm selbst herstellen kann. Dazu zerstießen sie Lavendelblüten und gaben sie in ein mit Wasser gefülltes Becherglas. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Kinder der Grundschule Horkesgath lernten in der Evonik Kinderuni, wie spannend es im Labor zugehen kann. Von Sven Schalljo

Eine Mischung aus der "Sendung mit der Maus" und der "Hobbythek" erwartete jetzt drei Dutzend Mädchen und Jungen der Grundschule Horkesgath. In drei Gruppen à acht Kinder, die aus allen Schülern der Ganztagsbetreuung ausgewählt wurden - in den meisten Gruppen wurde gelost - bekamen sie an der Evonik Kinderuni Wissenschaft zum Anfassen geboten.

Verantwortlich dafür zeichnete Thomas Wergen. Der Berufsfeuerwehrmann ist Angestellter bei Evonik, absolviert die Veranstaltungen mit Kindern allerdings ehrenamtlich. Sein Arbeitgeber unterstützt ihn mit einigen Materialien, Laborausrüstung und ähnlichen Dingen. "Es macht mir großen Spaß, mit den Mädchen und Jungen zu arbeiten, und es ist schön zu sehen, wie sie Dinge begreifen", sagt der gelernte Chemikant, der aber Wert darauf legt, dass dies heute nicht mehr sein Beruf ist.

Mit den Kindern stellte er in drei Schritten ein Lavendelparfüm her. Außerdem zeigte er ihnen einige Eigenschaften von Superabsorbern und einige wissenschaftliche Grundlagen. So zum Beispiel, warum das Wasser nicht aus einer Pipette tropft, auch wenn die Öffnung nach unten zeigt. Oder warum beim Rühren in einem Becherglas ein Strudel entsteht. Hochkonzentriert und mit Feuereifer waren die Kinder bei der Sache und zerstießen zunächst Lavendelblüten in einem Mörser, um sie dann in ein mit Wasser gefülltes Becherglas zu füllen, das mit Hilfe eines Magnetrührers stetig umgerührt wurde. Natürlich sollten die Kinder auch ergründen, warum sich der Rührer dreht, obwohl er keine Verbindung nach außen hat.

Die zweite und dritte Gruppe filtrierten den Sud, versetzten ihn mit Alkohol und füllten ihn in Fläschchen ab, so dass jedes Kind eine Portion des selbst hergestellten Parfüms mit nach Hause nehmen konnte.

Darüber hinaus bekam jedes Kind ein wenig Superabsorber in eine Petrischale gefüllt. Dieses von Evonik in Krefeld hergestellte Pulver vermag ein Vielfaches seines Volumens in Wasser aufzunehmen und wird dann zu einem Gel. Die resultierende Volumenzunahme, aber auch die Menge Wasser, die das Material, das beispielsweise in Windeln zum Einsatz kommt, aufnehmen kann, beeindruckten die Kinder.

Dies verdeutlichte Thomas Wergen der zweiten Gruppe, indem er den Superabsorber in ein Reagenzglas füllte und mit farbiger Flüssigkeit beträufelte. Das Material dehnte sich sichtbar aus, und so entstand eine Abstufung der Farbgebung. Die Kinder staunten über das Fassungsvermögen.

"Es hat mir gut gefallen und war interessant. Das Zeug mit dem Wasser kannte ich schon, weiß aber den Namen nicht", sagte der acht Jahre alte Julian Korbmacher stellvertretend für seine Mitschüler.

Quelle: RP
 
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