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Krefeld
Kita Online: Anmeldesystem - kein Weg der Vergabe

Krefeld. Kita-Online beschleunigt nicht das Vergabeverfahren. Eltern können weiter auch direkt in der Kita anmelden. Von Anette Frieling

"Kita Online" heißt das Portal der Stadt, auf dem sich Eltern seit November über die 103 Krefelder Kindertageseinrichtungen informieren und per Prioritätenliste bei Bedarf drei Wunscheinrichtungen für einen Kita-Platz anmelden können. Bereits 364 Anmeldungen sind auf diesem Wege erfolgt. Doch offenbar herrscht nicht nur bei Eltern, sondern teilweise auch bei Vertretern der Politik Unklarheit darüber, was das Angebot leisten kann und soll.

Dass es sich bei dem Angebot lediglich um ein Anmeldesystem und nicht etwa ein Vergabesystem handelt, stellte die bei der Stadt für die Kindertagesstätten zuständige Abteilungsleiterin Kathrin Blumenhagen im Jugendhilfeausschuss noch einmal deutlich dar. "Kita-Online ist schlicht ein Anmeldeverfahren. Es ist eine zusätzliche Anmeldemöglichkeit für Eltern, die sich aber nach wie vor auch persönlich bei einer Kita anmelden können. Es ist kein Vergabesystem". In der jüngsten Vergangenheit habe sie die Erfahrung gemacht, dass bei manchem "irgendwie die Idee besteht, Anmeldung online - super - und wir verteilen kurzerhand".

Grundgedanke bei der Einrichtung des Online Angebotes sei aber gewesen, Transparenz innerhalb des Anmeldeverfahrens zu erzeugen. "Wir sehen sehr viel schneller, wo Eltern sich angemeldet haben." Die Zusage allerdings erfolge über die Träger. Um Wunsch- und Wahlrecht der Eltern ernst zu nehmen, werde nach deren "Prioritätswünschen" gearbeitet. Dennoch sei weiterhin von schwer kalkulierbaren Zeiträumen bei der Bearbeitung auszugehen. "Immer wenn eine Zusage erteilt wurde, heißt das ja nicht, dass die Eltern den Platz annehmen", so die Erfahrung von Blumenhagen. Erst wenn die Eltern den Vertrag unterzeichnet hätten, könne man sagen "das ist fix". Und danach gehe man bei der Verteilung "in die zweite Welle".

Demnächst stehe eine erste Manöverkritik an. Zwei Kritikpunkten begegnet die Abteilungsleiterin schon jetzt pragmatisch. "Die Eltern können sich nicht mehr an sieben Kitas anmelden. Sie können nur noch an dreien ihre Wünsche angeben - das ist so - fertig". Des Weiteren habe es den Vorwurf gegeben, Kita-Online sei nicht nutzerfreundlich für Menschen "die der deutschen Sprache nicht mächtig" seien. "Ja das stimmt", erklärt Blumenhagen, das Angebot sei in "deutscher Amtssprache" formuliert. Das sei jedoch kein Problem, weil alle Eltern sich ja "ganz normal" in den Kitas anmelden könnten.

Quelle: RP
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