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Krefeld
Klausur-Bewohner klagen über rücksichtslose Zeitgenossen

Krefeld. Vor einem knappen Jahr haben die Eigentümer der Wohnungen in der Hülser Klausur ein Schild mit der Aufschrift "Bitte berücksichtigen Sie, dass es sich bei dem Gelände Klausur um ein nicht öffentliches Grundstück handelt. Achten Sie daher die Privatsphäre der Bewohner" vor dem Eingang zu der Anlage angebracht. Wie berichtet, wird das Schild aber oft ignoriert, was sie Bewohner immens stört. "Wir verstehen ja den Unmut des einzelnen Besuchers, aber das Ärgernis summiert sich mit der Menge der Leute, die täglich in die Anlage kommen. Das reicht von zehn am Tag bis an die 100 Personen, die an Tagen mit Großveranstaltungen hereinkommen. Dann ist das hier ein Freilichtmuseum", erklärte jetzt Peter Heckmanns vom Verwaltungsbeirat der Eigentümer.

Es seien keineswegs nur zivilisierte, kulturhistorisch interessierte Menschen, die die Anlage betreten. "Es gibt Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht beseitigen; es gibt Leute, die aus den Gärtchen Pflanzenableger herausnehmen, ihre Kippen einfach auf den Boden werfen, und an Tagen mit großen geselligen Veranstaltungen auch Betrunkene, die hier urinieren", klagt Heckmanns.

Nicht alle Bewohner der 29 Wohnungen und des zur Klausur gehörigen, modernen Gesundheitshauses seien gegen Öffentlichkeit. Daher habe man den Kompromiss mit dem Schild gefunden, das auch eine Verbesserung der Situation gebracht habe. "Wir wollen nicht auf typisch deutsche Art verbieten und haben deshalb die Formulierung mit dem Appell um Verständnis gewählt", sagt Heckmanns. Er erinnert auch an ein Angebot von zwölf abzusprechenden Führungen im Jahr, das die Bewohner an den Heimatverein gerichtet hätten, und weist darauf hin, dass die Anlage vom ebenfalls privaten Parkplatz an der Rückseite aus gut einzusehen sei, ohne dass das Gelände betreten werden müsste. "Wir werden das Thema bei der nächsten Eigentümerversammlung noch einmal diskutieren."

(lez)
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