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Krefeld
"Knight Rider": Kultauto auf Fischelner Kö

K.I.T.T.: Krefelder baut das Knight Rider Kult-Auto nach
Krefeld. Dominic Güthaus hat sich mit dem Nachbau des Kultautos K.I.T.T. aus der Serie Knight Rider mit David Hasselhoff einen Kindheitstraum erfüllt. 2018 ist Hasselhoff auf Deutschland-Tour - und Güthaus und sein Wagen wahrscheinlich dabei. Von Carola Puvogel

Für einen Moment wird die Kölner Straße zum Walk of Fame": Mit tiefem Brummen rollt K.I.T.T., das Kultauto aus der Hollywood-Serie "Knight Rider", über die Fischelner Kö. Verwundert blicken Passanten dem schwarzglänzenden Wagen hinterher. Doch am Steuer sitzt natürlich nicht David Hasselhoff, oder Michael Knight, wie er in seiner Rolle Kämpfer für Recht und Gesetz hieß. Sondern Dominic Güthaus, Einzelhandelskaufmann, der auf dem Weg zur Arbeit im O2-Shop am Rathaus ist.

Er hat sich mit dem Nachbau einen Kindheitstraum erfüllt. Und auch ein anderer Traum könnte für ihn schon bald in Erfüllung gehen: ein Treffen mit Hasselhoff selbst. Denn der kommt nach Deutschland auf Tour. Und Güthaus steht in Verhandlungen mit der Agentur des Hollywood-Stars - die Chancen stehen gut, dass er und sein K.I.T.T. dabei sind. "David Hasselhoff wäre auch wirklich der Einzige, den ich ans Steuer lassen würde", sagt Güthaus. So viel Arbeit hat er in den Nachbau des Kultautos gesteckt; die Angst, dass etwas passieren könnte, ist zu groß. Generell fährt der 30-Jährige nicht viel mit dem schwarzen Pontiac Firebird Trans Am. "Das ist sehr anstrengend, weil man so sehr auffällt", berichtet er. "Die Leute sind begeistert, man wird dauernd angehupt." Schwerer wiegt jedoch, dass er schon in etliche brenzlige Situationen gekommen ist, weil andere Fahrer vom Anblick des Hollywood-Autos so abgelenkt sind, dass sie kaum mehr die Spur halten können. Sowieso: "Es geht mir nicht ums Fahren, sondern ums Besitzen." Sollte Güthaus tatsächlich mit Hasselhoff auf Tour gehen, würde er seinen Wagen auf einem Anhänger transportieren.

Einsatz als Hochzeitsfahrzeug

K.I.T.T. aus Krefeld FOTO: Lammertz Thomas

Fünf Jahre hat Dominic Güthaus an K.I.T.T. gebaut. Begonnen hat alles mit einem K.I.T.T.-Nachbau am Straßenrand. "Den habe ich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause gesehen und dachte, ich traue meinen Augen nicht", erzählt der junge Mann. Nach einem Gespräch mit dem aus Köln stammenden Besitzer steht für ihn fest, dass er auch einen solchen Wagen bauen will. Tatsächlich gibt es eine Szene von Fans, für die benötigten "Replica-Teile" spezialisierte Anbieter. Ganz wichtig: Das so genannte Dash-Board, das an ein Flugzeug-Cockpit erinnernde Armaturenbrett von K.I.T.T., das blinkt und Töne von sich gibt. Dann natürlich der "Scanner" vorn am Wagen, eine Leiste aus blinkenden roten Leuchten. Faszinierend auch das über einen Schnelladapter in wenigen Sekunden auswechselbare Lenkrad: Für den Straßenverkehr ist ein rundes vorgeschrieben, aber im Original hat K.I.T.T. ein halbrundes "Gullwing", das an den Steuerknüppel eines Flugzeugs erinnert.

Rund 30.000 Euro hat Güthaus in sein Hobby investiert, sich viel selber beigebracht und auch neue Freunde gewonnen, die seine Leidenschaft teilen. Wie Guido Koch, der kürzlich geholfen hat, den Pontiac neu zu lackieren. Natürlich war K.I.T.T. das Hochzeitsfahrzeug für Dominic Güthaus und seine Frau Melanie. Für Events und Hochzeiten vermietet Güthaus seinen Wagen aber auch. "Ich habe da ein Gewerbe drauf angemeldet, damit ich von den Kosten ein bisschen was wieder hereinspielen kann", erklärt er. Doch eins ist klar: Hochzeitpaare müssen auf dem Rücksitz platznehmen. Denn ans Steuer dürfen nur zwei: Dominic Güthaus. Oder eben David Hasselhoff.

Mehr Infos auch unter "www.kitt-muelheim.de" oder Facebook: Kitt Mülheim.

Quelle: RP
 
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