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Syrer in Krefeld
Familie erhält gefälschten Asylbescheid mit "Hitler-Unterschrift"

Krefeld: Familie erhält gefälschten Asybescheid mit Anspielung auf Hitler
Dieses Schreiben erhielt eine Krefelder Flüchtlingsfamilie. FOTO: triba
Krefeld. "Ihr Antrag wurde abgelehnt, bitte verlassen Sie das Land": Eine Familie aus Krefeld hat einen gefälschten Asylbescheid erhalten. Unterschrieben ist das Schreiben mit A. Reltih - rückwärts gelesen A. Hitler.

Eine syrische Familie, die in Hüls lebt und in der Vergangenheit bereits anonyme Drohbriefe erhielt, hat nun eine gefälschten Bescheid über ihren Asylantrag erhalten. Unterschrieben ist das Schreiben mit "A. Reltih" – der Nachname ergibt rückwärts gelesen den Namen Hitler. Wie Hülser Flüchtlingshelfer erläutern, ist der Brief eindeutig gefälscht und "dient nur dazu, unserer betreuten Familie Angst zu machen". Die Polizei ist informiert, Anzeige ist erstattet. In dem Schreiben wird behauptet, dass der Asylantrag der Familie abgelehnt sei und die Familie das Land bis zum 12. Januar zu verlassen habe. Zugleich wird mit Abschiebehaft gedroht und die angebliche Kündigung der Wohnung mitgeteilt.

Die Familie (Vater, Mutter und drei minderjährige Kinder) lebt sei rund zwei Jahren in Deutschland und wohnt seit 20 Monaten in der Krefelder Wohnung, an die die anonyme Schreiben geschickt worden sind. Seit dem Eingang der Schreiben lebt die Familie in Angst. Wie die Helfer berichten, genießen die Syrer subsidiären Schutz. Sie stammen aus der syrischen Stadt Rakka. Sie war von Milizen der Terrororganisation Islamischer Staat besetzt und ist bei der Rückeroberung durch kurdische und arabische Kämpfer, die von den USA unterstützt wurden, zerstört worden.

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(vo)
 
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