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Krefeld
Krefeld feiert seine Olympia-Helden

Olympia-Helden kehren nach Krefeld zurück
Olympia-Helden kehren nach Krefeld zurück FOTO: TL, LS (je 2), RH
Krefeld. Die Krefelder Medaillengewinner der Olympischen Spiele sind gestern aus Rio zurückgekehrt. Nach dem offiziellen Empfang durch Bundespräsident Joachim Gauck in Frankfurt gab es in ihren Clubs in Krefeld große Jubelfeiern. Von Richard Hill und Oliver Schaulandt

Sichtlich übernächtigt, aber mindestens genauso glücklich sind gestern die Krefelder Medaillengewinner der Olympischen Spiele, Ruderin Lisa Schmidla sowie die Hockeyspieler Linus Butt, Niklas Wellen und Oskar Deecke, mit dem Siegerflieger aus Rio zurückgekehrt. In der Seidenstadt hatten ihre Heimatvereine, der Crefelder Ruder-Club und der Crefelder HTC, ihren Helden einen tollen Empfang bereitet.

Mit einem goldenen Cabrio fuhr CRC-Vorsitzender Christoph Lüke Gold-Lisa auf den Parkplatz vor dem Vereinshaus, wo bereits über 100 Fans, darunter mit Jochen Adrians auch ihr ehemaliger Schulleiter, ungeduldig warteten. Riesenbeifall brauste auf, als die 25-Jährige aus dem Auto kletterte, ihren Freund und ihre Eltern herzte und unter "Lisa, Lisa"-Sprechhören auf die kleine Terrasse des Clubhauses zum Interview mit Lüke schritt. "Seit 134 Jahren gibt es nun bereits unseren Verein, und zum ersten Mal haben wir nun eine olympische Goldmedaillengewinnerin. Das ist ein großer Tag für den Verein. Wir sind mächtig stolz auf Lisa", sagte Lüke, der anschließend das Geschenk des Clubs überreicht: ein zu einem Couchtisch umgebautes Ruderboot - "für die bisherigen und künftigen Medaillen", sagt Lüke. Vielleicht werden es tatsächlich noch weitere: "Ich denke schon, dass ich noch weiter machen werde", sagt Schmidla und verriet gleich ihren sehnsüchtigsten Wunsch: "Endlich mal wieder was Gescheites essen."

Wenig Schlaf, dafür aber eine Menge Gerstenkaltschale hatten auch die drei CHTC-Jungs abbekommen, die auf der offenen Pritsche von Tommy Kaldas Geländewagen zum Vereinsheim fuhren und dort ebenfalls von über 100 Fas empfangen wurden. "Im Grunde haben wir jetzt seit drei Tagen gefeiert und ziemlich wenig geschlafen, auch im Flieger nicht", erzählte Linus Butt, der am Nachmittag beim offiziellen Empfang des gesamten deutschen Olympiateams in Frankfurt ein Selfie im Arm von Bundespräsident Joachim Gauck geschossen hatte. Und auch Niklas Wellen war noch von den Eindrücken begeistert: "Olympia geht einfach über alles. Das werde ich nie vergessen."

Quelle: RP
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