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Krefeld
Krefeld hinkt Entwicklung der Einkommen hinterher

Krefeld. Das durchschnittliche Einkommen in Krefeld steigt, bleibt aber hinter dem nordrhein-westfälischen Mittel zurück. Von Norbert Stirken

Es geht bergab: Die Einkommen der Krefelder sind relativ seit dem Jahr 2004 kontinuierlich gesunken. Entsprechend wird die Stadt Krefeld im Ranking aller 396 nordrhein-westfälischer Kommunen nach hinten durchgereicht. Während die Zahl der Steuerpflichtigen im Zeitraum von 99.099 über 104.854 und 105.981 auf 106.388 gestiegen ist, rutschte Krefeld im Ranking von Platz 198 über 197 auf 205 und 223 ab.

Die Ursache liegt darin, dass der Abstand des Einkommens eines Durchschnitts-Krefelders von dem in Nordrhein-Westfalen immer größer wird. Über die mehr als zehn Jahre, die das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) analysiert hat, lagen die zu versteuernden Durchschnittseinkünfte in der Seidenstadt immer unterhalb des Mittels für alle Kommunen im Land. Der Prozentsatz sank von 99,3 über 99 und 97,8 auf 97,7 Prozent.

In absoluten Zahlen sind die Einkünfte gestiegen. Statt 30.983 Euro pro Steuerfall im Jahr 2004 waren es fürs aktuell ausgewertete Jahr 2013 genau 35.415 Euro. Auf den Monat umgerechnet sind das durchschnittlich pro Krefelder Steuerpflichtigem statt 2581,92 Euro nunmehr 2951,25 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 14,3 Prozent in einem Jahrzehnt.

In Nordrhein-Westfalen erzielten im Jahr 2013 etwa 8,4 Millionen Einkommensteuerpflichtige Gesamteinkünfte in Höhe von 305,0 Milliarden Euro (2010: 8,3 Millionen in Höhe von 275,6 Milliarden Euro). Wie die amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013 mitteilt, ergibt sich daraus rein rechnerisch ein durchschnittliches Jahreseinkommen (vor Steuern) von 36.244 Euro je Steuerpflichtigen. Das waren 9,2 Prozent mehr als 2010 (damals: 33.199 Euro). In Krefeld waren es 9,05 Prozent mehr als 2010. Von allen 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden des Landes verzeichneten Krefelds Nachbar Meerbusch mit durchschnittlich 60.275 Euro, Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 52.307 Euro und Attendorn (Kreis Olpe) mit 50.220 Euro je Steuerpflichtigen die höchsten Durchschnittseinkommen. Mit dem höchsten Durchschnittswert aller NRW-Großstädte rangierte Bergisch Gladbach (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 44.573 Euro je Steuerpflichtigen auf Platz 17. Düsseldorf (44 527 Euro) folgte auf Platz 18. Am unteren Ende der Einkommensskala liegen Gelsenkirchen mit 28.671 Euro, Weeze (Kreis Kleve) mit 28.391 Euro und die Stadt Duisburg mit 28.147 Euro je Steuerpflichtigen.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, war das Durchschnittseinkommen im rheinischen Landesteil mit 37.240 Euro (2010: 34.061 Euro) um 2192 Euro höher als in Westfalen mit 35.048 Euro (2010: 32.169 Euro). Von 165 rheinischen Städten und Gemeinden wiesen 37 Gesamteinkünfte von mehr als 40.000 Euro je Steuerpflichtigen auf, während im westfälischen Teil 31 der 231 Kommunen diese Marke übertrafen.

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass zusammen veranlagte Ehegatten bei dieser Erhebung als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier veröffentlichten Informationen sind damit die aktuellen, die derzeit verfügbar sind.

Quelle: RP
 
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