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Krefeld
Krefeld ist eine Hochburg beim Hausmüll

Krefeld: Krefeld ist eine Hochburg beim Hausmüll
Im vergangenen Jahr produzierten die Krefelder insgesamt 69.393 Tonnen Haus- und Sperrmüll. FOTO: Lammertz
Krefeld. 306 Kilogramm Haus- und Sperrmüll produziert jeder Einwohner im Jahr. Landesweit sind es fast 100 Kilogramm weniger. Von Joachim Niessen

Krefeld nimmt landesweit einen Spitzenplatz ein: Hinter Bottrop, Köln und Oberhausen landet die Seidenstadt für das vergangene Jahr auf einem unrühmlichen vierten Rang im Haus- und Sperrmüllaufkommen pro Einwohner. Bei einer städtischen Gesamtmenge von 69.393 Tonnen steht jeder Krefelder mit 306 Kilogramm in der aktuellen Statistik von IT.NRW, dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen. Das durchschnittliche Haus- und Sperrmüllaufkommen lag 2016 in NRW bei 212,3 Kilogramm je Einwohner.

Im Jahr 2016 wurden von den Entsorgungsbetrieben Nordrhein-Westfalens 8,43 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle eingesammelt, das waren 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2015: 8,33 Millionen Tonnen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, ergab sich für das Jahr 2016 damit ein Pro-Kopf-Abfallaufkommen von 471,7 Kilogramm (2015: 466,2 Kilogramm je Einwohner). Für Krefeld betrug die Summe der Siedlungsabfälle 119.534 Tonnen, ein Plus von 0,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2015.

Bei nahezu der Hälfte der NRW-Siedlungsabfälle handelte es sich um Haus- und Sperrmüll (3,79 Millionen Tonnen). Umgerechnet entfielen damit auf jeden Einwohner 212,3 Kilogramm. Im Jahr zuvor hatte die eingesammelte Menge an Haus- und Sperrmüll noch bei 3,78 Millionen Tonnen gelegen. Bei 2,53 Millionen Tonnen (141,6 Kilogramm je Einwohner) handelte es sich um eingesammelte Wertstoffe. Die Menge der organischen Abfälle (aus der Biotonne und biologisch abbaubare Abfälle) lag 2016 bei 2,08 Millionen Tonnen (116,3 Kilogramm je Einwohner). 25 900 Tonnen waren sonstige Abfälle (1,5 Kilogramm je Einwohner). Die Statistiker weisen darauf hin, dass entsorgte Altelektrogeräte im Rahmen dieser Statistik nicht berücksichtigt wurden. Die Pro-Kopf-Abfallmengen für das Jahr 2016 wurden mit den Einwohnerzahlen zum Stand 30. Juni 2016 berechnet. Endgültige Berechnungen auf der Grundlage der Bevölkerungszahlen zum Stand 31. Dezember 2016 können erst zu einem späteren Zeitpunkt ermittelt werden. Die Pro-Kopf-Abfallmengen sind daher vorläufig.

Die Stadt Krefeld erklärt in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich, dass Abfallvermeidung natürliche Ressourcen schont und Mensch und die Umwelt vor steigenden negativen Umwelteinflüssen schützt. "In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, darauf hinzuwirken, dass steigendes Wirtschaftswachstum nicht zu einer Steigerung des Abfallaufkommens führt; Ziel muss sogar sein, trotz einer stetig steigenden Weltbevölkerung, das Abfallaufkommen zu senken", so die Kommunalverwaltung.

In den abfallwirtschaftlichen Informationen auf den Internetseiten der Stadt wird an weiteren Stellen die Abfallvermeidung thematisiert. So sind unter anderem Hinweise zum Elektro- und Elektronikgerätegesetz sowie zahlreiche Tipps zu Möglichkeiten der Abfallvermeidung mitaufgenommen worden. "Schließlich werden im Abfall-Gebührensystem der Stadt Krefeld mit den durch Abfallvermeidung und -trennung reduzierbaren Volumenmaßstäben und den dazugehörigen Abfallbehältergrößen Anreize zur Abfallvermeidung gesetzt", ergänzt die Verwaltung.

Über Veränderungen, die sich rund um das Thema Müllabfuhr und Müllentsorgung ergeben, informiert in jedem Kalenderjahr der "Müllkalender". Damit jeder Bürger rechtzeitig informiert ist, wird derzeit das "Krefelder Entsorgungs-Magazin 2017" an alle Haushalte verteilt. Bis zum Jahresende sollte jeder Haushalt ein Exemplar erhalten haben. Wer dann noch kein Heft bekommen hat oder neu zugezogen ist, kann ab 2. Januar in den Bürgerservice-Büros, im Rathaus, im Stadthaus oder bei der Entsorgungsgesellschaft GSAK eine Broschüre bekommen. Außerdem ist das Magazin ab sofort im Internet unter www.krefeld.de, Suchwort "Entsorgungsmagazin" zu finden.

Quelle: RP
 
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