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Krefeld
Erste Pläne für den neuen Schwanenmarkt

Krefeld: Neuer Schwanenmarkt - erste Pläne
Der neue Schwanenmarkt-Eingang an der Stelle der Hochstraße, wo bisher noch das Modehaus Greve steht. Links zu sehen ist das Schnitzler-Haus mit dem heutigen Schirmgeschäft. Links neben dem Markt entsteht Außengastronomie. FOTO: Peters, Sebastian
Krefeld. Der Schwanenmarkt will mit dem Umbau zwei identische Eingänge direkt an der Hochstraße schaffen. Architektonisch wird mit Rundungen und Glasfassaden gearbeitet. In neuen Plänen bleibt das Schnitzler-Haus neben Greve erhalten. Von Sebastian Peters

Bei der Immobilienmesse Expo Real in München hat Krefelds Planungsdezernent Martin Linne erstmals öffentlich Umbaupläne für den neuen Schwanenmarkt an der Hochstraße präsentiert. Wie aus einer Zeichnung ersichtlich wird, sollen die beiden Eingänge, der bisherige neben H & M und der neu entstehende im Modehaus Greve, einheitlich gestaltet werden. Die Eingänge sollen moderne Glasfassaden erhalten, architektonisch wird mit Rundungen gearbeitet.

Der Schwanenmarkt-Eingang nördlich an der Hochstraße - auch er soll deutlich aufgewertet werden. Es wird deutlich mehr mit Rundungen gearbeitet. Die obere Etage wird ebenfalls zum Schaufenster. FOTO: Peters, Sebastian

Ein gedrucktes Exposé der neuen Planung wurde bei der Expo Real präsentiert. Auf Anfrage sendete unserer Redaktion gestern Schwanenmarkt-Centermanagerin Kathrin Busch auch erste Digitalansichten zu. "Es sind aber alles noch vorläufige Planungen", betonte sie.

Von einem "sehr schönen Entwurf", sprach Martin Linne bei der Expo Real und hob hervor, dass das Heranziehen des Schwanenmarktes an die Hochstraße einen Sprung für die City bedeutet. "Das wird sich alles sehr positiv auf die Entwicklung der Fußgängerzone auswirken."

Wie exklusiv berichtet, plant die CEMAGG GmbH als Betreiberin des Schwanenmarktes nach dem Kauf des Modehauses Greve einen zweiten Eingang im Südbereich direkt angrenzend an die Hochstraße. Martin Linne berichtete bei der Expo Real, dass die weitere Planung vorsieht, im Bereich rund um den Schwanenbrunnen Gastronomie anzusiedeln, teilweise Außengastronomie. Der Kunde könne dann entweder durch die entlang des Modehauses Greve führende Passage auf die Hochstraße laufen - für Ortskundige bleibe aber der Gang durch die Außengastronomie. Die Brüder Pinchas und Samuel Schapira, die den Krefelder Schwanenmarkt gekauft haben, waren bei der Immobilienmesse in München nicht vertreten. Sie feierten in Israel das jüdische Opferfest, wie Linne berichtete.

Eine Entwicklung stellte Linne im Gespräch mit unserer Redaktion auch für die Gestaltung des Evangelischen Kirchplatzes nördlich der Alten Kirche direkt neben dem Schwanenmarkt in Aussicht. Krefeld hat hier Städtebau-Fördermittel beantragt, der Platz soll neu gestaltet werden. Bänke und Bepflanzung sollen den Platz aufwerten.

Besorgt ist die Krefelder Politik unterdessen wegen eines möglichen Abrisses des Schnitzler-Hauses neben dem Modehaus Greve. Jürgen Wettingfeld, planungspolitischer Sprecher der CDU, fragt, welche Pläne für das Schnitzler-Haus bestehen, bisher ein Schirmgeschäft. In den Plänen, die bei der Expo Real präsentiert wurden, bleibt das Haus bestehen.

Quelle: RP
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