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Krefeld
RP lädt zum EM-Public-Viewing in Kultkneipe

Krefeld: RP lädt zum EM-Public-Viewing 2016 in Kultkneipe
André Schicks betreibt seit 19 Jahren die Sportsbar Karussell an der Westparkstraße. Die Eishockey-Kultkneipe, schräg gegenüber der Pinguine-Spielstätte Königpalast gelegen, gilt als einer der ältesten Kneipen Krefelds. Optischer Höhepunkt ist die Thekenlandschaft, die einem Karussell nachempfunden ist. z FOTO: Thomas Lammert
Krefeld. Am Donnerstag, 16. Juni, veranstalten Rheinische Post und die Sportsbar Karussell ein öffentliches Rudelgucken mit Fußball-Talkshow und Kickerturnier. Bei der EM geht es dann für die deutsche Nationalmannschaft in der Partie gegen Polen hoffentlich um den Gruppensieg. Von Oliver Schaulandt

Dass André Schicks zum Gastronomen wurde, liegt an einem zu kurzen Stöckchen. Das hat er nämlich gezogen vor gut 19 Jahren, und darum musste er die Konzession beantragen, um die Kultkneipe Karussell am Leben zu erhalten. Doch dazu später mehr. Seither führt Schicks jedenfalls die Sportsbar, die nach wie vor bei den Eishockey-Fans als beliebter Treffpunkt rund um die Krefeld Pinguine gilt - aber nicht nur. Der Dartsport wird dort gepflegt, an drei elektronischen Darts fliegen die Pfeile. Und natürlich Fußball geschaut.

Bei der Europameisterschaft in Frankreich, die am Freitag beginnt, zeigt Schicks alle Spiele von Jogis Auswahl - einmal gemeinsam mit der Rheinischen Post. Das Karussell und die RP laden für die Partie am Donnerstag, 16. Juni, zum Public-Viewing ein. Die Begegnung von Deutschland gegen Polen hat es in sich, handelt es sich doch dabei um das vermeintlich vorentscheidende Spiel um den Sieg in der Vorrundengruppe C, in der außerdem noch Nordirland und die Ukraine vertreten sind. Das Spiel beginnt um 21 Uhr und wird live auf den großen Leinwänden im Karussell gezeigt. Eine Anmeldung zum Rudelgucken ist nicht notwendig; die Platzkapazitäten sind allerdings begrenzt.

EM 2016: Public Viewing in Krefeld

Die Kneipe macht an diesem Tag bereits um 17 Uhr auf, im Vorfeld des Spiels gibt es noch Programm: Um 17.30 Uhr beginnt ein großes Kickerturnier, für das sich Mannschaften ab sofort anmelden können (wie's geht: siehe nebenstehender Kastentext). Nach der Siegerehrung und unmittelbar vor der Partie erwartet die Besucher eine von der Rheinischen Post präsentierte Talkshow mit hiesigen Fußballexperten, die noch ein bisschen mehr Lust machen soll auf die Europameisterschaft als ohnehin schon. Wir freuen uns aufs Kommen!

Doch zurück zum Wirt: Mit drei Kumpels ging Schicks seinerzeit regelmäßig zu den Eishockeyspielen des Krefelder EV. Der Club spielte damals noch in der Rheinlandhalle, an den Namen Pinguine dachten seinerzeit nur die Krefelder Zoofreunde, und wer das Wort Königpalast in Krefeld in den Mund nahm, der kam vermutlich gerade von einem Kurzausflug aus London zurück. Jedenfalls: Nach den Spielen ging es für Schicks und seine Kumpels immer an dieselbe Stätte: ins Karussell. Das ist die Kultkneipe an der Westparkstraße, einen Steinwurf vom Eisstadion entfernt gelegen. Sie gilt als eine der ältesten Kneipen in Krefeld, gab es sie doch schon, als gegenüber an der Girmesgath noch Offiziere ihren Wohnsitz hatten - im Gebäude, wo jetzt unter anderem der Krefelder Stadtsportbund hoch oben unterm Dach seine Heimat gefunden hat. Ihren Namen verdankt sie der Thekenlandschaft, die einem Karussell nachempfunden ist.

Der Kneipe drohte seinerzeit die Schließung. Und weil Bier zum Eishockey gehört wie die Bratwurst zum Fußball, beschlossen die Freunde: "Dann schmeißen wir eben den Laden." Dabei war und ist das Quartett hauptberuflich eigentlich in ganz anderen Gefilden unterwegs. André Schicks etwa betreibt eine Marketingfirma, war bis zum vergangenen Jahr außerdem Vereinssprecher bei den Krefeld Pinguinen und ist dies nun seit Kurzem bei der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Krefeld, die in der kommenden Saison den Sprung in den professionellen Handball, sprich: in die Zweite Liga, schaffen will. "Bis heute ist das Karussell mein großes, wenngleich auch zeitintensives Hobby", erzählt André Schicks von seiner Arbeit in der Kneipe, die mittlerweile Sportsbar heißt und deren Wände mit Eishockey- und Fußballtrikots ausstaffiert sind.

Vor 19 Jahren nun machte sich das Quartett auf, die Kneipe auf Vordermann zu bringen. Innen wurde renoviert, André Schicks war vorrangig für die Behördengänge zuständig. Doch warum letztlich er die Verantwortung übernahm, lag tatsächlich an einem kleinen Stöckchen. "Die Konzession für die Gastronomie ist an eine Person gebunden und nicht an eine Firma. Also haben wir Stöckchen gezogen, wer sie denn beantragt. Meins war das Kürzeste, und deshalb habe ich das dann auf mich genommen", erzählt er.

Wo es sonst noch in Krefeld Public Viewing gibt, lesen Sie hier.

Quelle: RP
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