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Krefeld
Krefelder entwirft ein Europa-Denkmal für Berlin

Krefeld. Die Zwei-Meter-Skulptur würdigt Verdienste um Europa

Die großen Stahlskulpturen des Krefelder Bildhauers Professor Hans Joachim Albrecht sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Nun hat er eine zwei Meter hohe Arbeit für Berlin entwickelt, die den Adalbert-Preis würdigt, mit dem Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich "in hervorragender Weise um ein dauerhaftes Zusammenwachsen ganz Europas" verdient gemacht haben. Sein Modell "Kauernde, sich aufrichtend" hat Albrecht jetzt bei der Preisverleihung in Bratislava vorgestellt.

Die Krefelder Adalbert-Stiftung hat der Stadt Berlin in Abstimmung mit den Botschaftern der Adalbert-Länder Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn die Errichtung eines Denkmals zur Würdigung der Beiträge der Adalbert-Länder zum Berliner Mauerfall und zur deutschen Wiedervereinigung angeboten. Ein Platz in der Hauptstadt muss noch gefunden werden.

Namensgeber des von der Krefelder Stiftung verliehenen Preises ist der Märtyrer Adalbert von Prag (956 - 997). Er gilt als Symbolgestalt europäischer Zusammengehörigkeit und früher Wegbereiter europäischer Integration. Zu den prominenten Preisträgern gehören Vaclav Havel, früherer Staatspräsident der Republik Tschechien, und Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl.

In diesem Jahr erhielt erstmals eine Frau die Auszeichnung: die frühere polnische Ministerpräsidentin, Justizministerin, Generalstaatsanwältin und Botschafterin am Heiligen Stuhl, Hanna Suchocka. In der Burg Bratislava überreichte ihr Staatspräsident der Slowakischen Republik, Andrej Kiska, die Auszeichnung. Der Vorstandsvorsitzende der Adalbert-Stiftung Krefeld, Professor Hans Süssmuth nannte die Preisträgerin 2015 "eine herausragende Europäerin".

(ped)
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