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Krefeld
Krefelder Geschäftsidee für die Katz'

Krefeld: Krefelder Geschäftsidee für die Katz'
Claudia Roelofsen war zehn Jahre arbeitslos. Jetzt machte sich die Krefelderin mit ihrer Idee von Katzenschutz-Klötzen selbstständig. FOTO: RPO
Krefeld. Die Idee ist so simpel wie naheliegend. Zwei Holzklötzchen werden rechts und links ins geöffnete Kippfenster eingelegt. Sie verhindern, dass Hauskatzen, die durch den Spalt ins Freie entwischen wollen, in den spitzen Winkel zwischen Fenster und Rahmen rutschen und dort im schlimmsten Fall qualvoll verenden. Die Krefelderin Claudia Roelofsen entwickelte aus dieser Idee ein Produkt, meldete es als Patent an, machte sich selbstständig und steht nun in den Startlöchern, um "Claudis Klötze" an Katzenbesitzer in ganz Deutschland zu vermarkten.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld (WFG) und ihrem Berater Uwe Bökels, der Roelofsen im Rahmen des Gründercoachingprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) begleitet, erarbeitete die Jungunternehmerin einen detaillierten Businessplan. "Als dieser Plan rund war, haben wir angefangen, nach einer Finanzierung zu schauen", erzählt Unternehmensberater Bökels. "Bei den Banken hatten wir, trotz der guten Geschäftsidee, keinen Erfolg. Deswegen hat Frau Roelofsen sich um ein so genanntes Mikrodarlehen des Landes NRW beworben." Mit Erfolg. Aus dem im Jahr 2008 landesweit als Pilotprojekt gestarteten Gründerprogramm erhielt die Erfinderin ein Darlehen in Höhe von 20 000 Euro. "So konnte ich anfangen zu investieren. Als erstes natürlich in die Herstellung des Produktes, das ich im Heilpädagogischen Zentrum fertigen lasse", erzählt Roelofsen, die vor ihrer Existenzgründung zehn Jahre lang arbeitslos war. "Außerdem haben wir Prospekte, eine Internetseite und einen Messestand entwickelt." Geplant ist, zunächst in Krefeld zu beginnen, Tierärzte, Tierheime und Zoofachgeschäfte zu besuchen und das Produkt dort vorzustellen. Auch auf das Internet setzt die Unternehmerin große Hoffnungen. Coach Uwe Bökels ist zuversichtlich: "Bei rund sieben Millionen Katzenbesitzern allein in Deutschland sollte der Markt für den Klemmschutz eigentlich groß genug sein."

Quelle: RP
 
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