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Krefeld
Krefelder Industrieunternehmen investieren Millionen in Umweltschutz

Krefeld. Die Betriebe in der Seidenstadt geben überdurchschnittlich viel Geld für den Gewässerschutz, die Luftreinhaltung und die Abfallwirtschaft aus. Von Norbert Stirken

Krefelder Industrieunternehmen investieren deutlich mehr in Naturschutz, Landschaftspflege und Lärmbekämpfung als Firmen etwa in Düsseldorf, Mönchengladbach, Duisburg, Essen und Mülheim an der Ruhr. Das geht aus der aktuellen Statistik des Landesamtes für Datenverarbeitung (IT.NRW) hervor. Demnach haben 21 Krefelder Unternehmen im Jahr 2014 exakt 25.394.000 Euro in den Umweltschutz investiert, 1,544 Millionen davon in besagte Bereiche. Die aufgeführten Städte brachten es auf Beträge zwischen 232.000 und 832.000 Euro

Der deutlich größte Betrag verschlangen die Aufwendungen in den Gewässerschutz. Rund 18,2 Millionen Euro wendeten die Krefelder Betriebe auf. Weitere 2,8 Millionen gingen in die Luftreinhaltung - zum Vergleich: Für die Stadt Mönchengladbach stehen 13.000 Euro zu Buche. Für die Abfallwirtschaft brachten die 21 Krefelder Firmen 1,6 Millionen Euro und für den Klimaschutz 1,26 Millionen Euro auf. Damit haben sich die Aufwendungen seit dem Jahr 2010 in Krefeld verdreifacht. Damals waren es 8,4 Millionen Euro von 19 Betrieben. Die Zahl der Unternehmungen in Krefeld, die von IT.NRW statistisch berücksichtigt wurden, hat für 2014 mit 127 einen Höchststand erreicht. 2010 waren es 113, ein Jahr später 117, danach 108 und 2013 wieder 116.

In diesem Zeitraum steigen die Gesamtinvestitionen von 212,5 Millionen Euro auf 264 Millionen Euro. Die durchschnittliche Summe pro Betrieb wuchs von 1,88 Millionen auf 2,08 Millionen Euro. Von der Gesamtinvestition aller statistisch erfassten Krefelder Unternehmen gingen vor sechs Jahren 3,96 Prozent in den Umweltschutz. Die aktuelle Auswertung weist für das Jahr 2014 einen Anteil von 9,6 Prozent aus.

In ganz Nordrhein-Westfalen investierten 2000 Industriebetriebe (Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe) eine Milliarde Euro in den Umweltschutz. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen mitteilt, waren das 5,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2013: 1,06 Milliarden Euro). Die Umweltschutzinvestitionen hatten 2014 einen Anteil von 7,6 Prozent an den Gesamtinvestitionen der Betriebe (13,3 Milliarden Euro).

Der Großteil der Investitionen entfiel 2014 auf Maßnahmen für den Gewässerschutz (46,9 Prozent), den Klimaschutz (24,5 Prozent), die Luftreinhaltung (12,8 Prozent) und auf die Abfallentsorgung (12,3 Prozent). Die restlichen Aufwendungen wurden für Lärmbekämpfung (1,7 Prozent), Bodensanierung (0,5 Prozent) sowie Naturschutz und Landschaftspflege (1,3 Prozent) getätigt. Zu den Investitionen für den Umweltschutz zählen jene Aufwendungen, die eine Verringerung oder Vermeidung von schädlichen Emissionen in die Umwelt bewirken oder dazu beitragen, den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren.

Quelle: RP
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