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Krefeld
Krefelder Künstler-Quartett macht im Alten Güterbahnhof Station

Krefeld. Grob und fein. Leicht und schwer. Alt und neu. Ein Zusammenspiel von Gegensätzen. Das ist es, was die Ausstellung "Makellosigkeit und Brüche" darstellen will. Schon zum zweiten Mal präsentieren die Krefelder Künstler Brigitte Cauquil, Anne Hallecker, Heike Kleffmann und Uwe Rips ihre Werke in einer gemeinsamen Ausstellung. Von Lena Bender

Brigitte Cauquil ist seit 2013 als freischaffende Künstlerin tätig. Ihre Malerei ist geprägt von Materialien wie Sand und Marmormehl, die ihren Bildern Struktur und Tiefe geben. Die beschichteten Leinwände werden so mit Naturpigmenten und Acrylfarben bearbeitet, dass sich Farbe und Material verbinden und in einer Symbiose miteinander verschmelzen. Die dadurch entstehende Harmonie erinnert durch die gewählten Farben und das naturverbundene Material oft an eine provenzalische Landschaft.

Anne Hallecker malt und gestaltet Bilder und Collagen auf großer und auf kleiner Leinwand. Ihr aktuelles Thema "Frauenkopf" zeigt auf verschiedenen Bildern ein angedeutetes Gesicht mit immer wiederkehrenden rotgemalten Lippen. Bei der Gestaltung der Haare verwendet die Künstlerin unterschiedliche Materialien, beklebt sie mit benutzten oder verbrauchten Teilen und stellt so Collagen zusammen. Der Betrachter findet Buchstaben, Punkte, Farben und Formen, die zusammen eine Geschichte erzählen.

Heike Kleffmann arbeitet seit 2004 als freischaffende Künstlerin mit Ausstellungen im In- und Ausland. Für ihre Bilder verwendet sie häufig Holzmaterialien wie alte Kisten und Bretter. Damit greift sie auf Objekte zurück, die bereits ein "Leben" gehabt haben, nimmt sie aus ihrem natürlichen Aufgabenumfeld heraus und schafft etwas völlig Neues aus ihnen. Trotzdem bleibt das Holz naturbelassen und zeugt durch seine Maserungen und Gebrauchsspuren von der Vergangenheit der Fundstücke. Uwe Rips arbeitet vor allem an Objekten und Plastiken, die er anhand von 3D-Modellen am Computer vorbereitet. Als Ausgangsmaterial verwendet er Stahlblech. Dieses zu Anfang makellose Material wird durch Salze und Pigmente beim Biegen und Falten rostig und erfährt somit einen Bruch. Im Vordergrund stehen für ihn Ästhetik und die minimalistische Aussage seiner Werke. Durch den Kontrast von Seidenpapier und Metall, eingefasst in einem weißen Rahmen, verbindet er Grobes mit Feinem, und erzeugt dadurch Spannung. Auch einige seiner Grafiken werden bei der Ausstellung vorgestellt.

Die Ausstellung kann heute und morgen im Alten Güterbahnhof, Ladestraße, in Meerbusch-Osterath jeweils zwischen 11 und 18 Uhr besucht werden.

Quelle: RP
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