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Krefeld
Krefelder Maschinen für den Kunstpalast

Krefeld. Die Kunstmuseen haben Arbeiten von Jean Tinguely für eine Ausstellung in Düsseldorf ausgeliehen.

Die Kunstmuseen Krefeld haben drei Werke des Künstlers Jean Tinguely (1925 - 1991) aus ihrem Bestand für die Ausstellung "Jean Tinguely. Super Meta Maxi" in das Museum Kunstpalast in Düsseldorf ausgeliehen. Mit seinen kinetischen Objekten, den spielerisch-absurden Maschinen-Plastiken sowie mit seinen theatralischen Groß-Projekten und Aktionen gelang es dem Schweizer immer wieder, die musealen Grenzen in der Kunst zu überwinden, und er prägte die künstlerische Entwicklung und das Erscheinungsbild der Kunst nach 1945.

Im Haus am Ehrenhof sind drei Arbeiten aus Krefeld zu sehen: Stabilité Totale P.K. No. 4, 1959 (Holztafel, Metallblech, Elektromotor, Lackfarbe, 170,5 mal 120 mal 22 Zentimeter), Constante indéterminée, 1960 (Eisenblech, Metallklammer, Metallfeder, Lackfarbe, Elektromotor, Edition MAT, Exemplar. 13/100, 30,5 mal 18 mal 12 Zentimeter) und Variation pour deux points, 1958 (Draht, Metall, Elektromotor, Durchmesser: 22,5 mal 32 Zentimeter). Der Schweizer Künstler hatte 1960 die erste Museums-Einzelausstellung in Deutschland, und zwar in Krefeld. Im Museum Haus Lange sowie im Garten zeigte er damals Werke in der Ausstellung "Maschinenbilder und Maschinen". In den Ausstellungsräumen dröhnten die lärmenden Maschinen und im Garten schleuderten Maschinen Wasser kreuz und quer. Den meisten Besuchern gefielen die aus Metallschrott gefertigten Skulpturen und die Ausstellung wurde ein Erfolg. Der damalige Direktor Paul Wember erwarb die Arbeit "Olympia" (1960) für die Sammlung. "Jean Tinguely ist ein wichtiger Künstler für unser Haus und mit etlichen Werken in der Sammlung vertreten", sagt Sammlungskustodin Magadalena Holzhey. Der Künstler werde auch bei der Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Museums im Juli mit Werken vertreten ein, unter anderem mit der "Olympia".

Museum Kunstpalast präsentiert bis 14. August in Kooperation mit dem Stedelijk Museum, Amsterdam, eine umfangreiche Retrospektive.

Quelle: RP
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