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Krefeld
Krefelder Pleite-Unternehmen lassen Gläubiger auf 16,5 Millionen Euro sitzen

Krefeld. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik lieferte gestern die Daten für 73 Firmeninsolvenzen aus 2009, die bis Ende 2013 abgeschlossen waren. Von Norbert Stirken

Auf rund 16,5 Millionen Euro sind die Gläubiger von Krefelder Unternehmen sitzen geblieben, die 2009 in Insolvenz gegangen sind und deren Verfahren bis Ende 2013 abgeschlossen waren. Nach Informationen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) wurden in den vier Jahren 73 Insolvenzen von Krefelder Unternehmen abgeschlossen. 140 hatten die Eröffnung in der Zeit beantragt. Mit rund 52,1 Prozent beendeter Verfahren liegen die Gerichte in Krefeld hinter dem Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen (61,2 Prozent) und im Regierungsbezirk Düsseldorf (58,8 Prozent).

Die Forderungen in den 73 abgeschlossenen Krefelder Unternehmensinsolvenzen betrugen mehr als 17 Millionen Euro. Zur Verteilung kamen 581.800 Euro. Das ist eine Quote von 3,4 Prozent. Damit liegt sie deutlich höher als im Land (1,4 Prozent) und im Regierungsbezirk (0,9 Prozent). Krefelder Gläubiger gehen mit einem geringeren Schaden aus ihren Geschäftsbeziehungen mit zahlungsunfähigen Unternehmen als anderswo.

Landesweit wurden bis zum 31. Dezember 2013 von den 34.044 im Jahr 2009 eröffneten Insolvenzverfahren 27.935 Verfahren beendet. Darin sind auch die Privatinsolvenzen und die Insolvenzen ehemals Selbstständiger enthalten. Bei nahezu einem Viertel (24,7 Prozent) aller im Jahr 2009 eröffneten Insolvenzverfahren handelte es sich um Unternehmensinsolvenzen; ihr Anteil an den Verlusten lag bei 77,5 Prozent (3,6 Milliarden Euro). Auf die Verbraucherinsolvenzen entfielen 18,8 Prozent der Verluste (0,8 Milliarden Euro).

Eine Restschuldbefreiung wurde bei 90,6 Prozent der Insolvenzverfahren angekündigt. Von den 5146 im Jahr 2009 eröffneten und bis Ende des Jahres 2013 beendeten Unternehmensinsolvenzverfahren konnten 142 (2,8 Prozent) mit einer Sanierung des Unternehmens abgeschlossen werden. Dadurch wurden 28.158 Arbeitsplätze gesichert, berichtet IT.NRW.

Quelle: RP
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