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Krefeld
Krefelder Verein eröffnet Schule in Tansania

Krefeld: Krefelder Verein eröffnet Schule in Tansania
Die neue Yakini Secondary School liegt in Kisongo, nahe Arusha, im Norden Tansanias, zwischen Kilimanjaro und Serengeti. FOTO: Heidenhof
Krefeld. Fluchtursachen bekämpfen, das möchte der Krefelder Verein "Partnerschaft für Afrika". Jetzt eröffnete die Hilfsorganisation eine Sekundarschule in Tansania. Von Bianca Treffer

Die Fotos zeigen strahlende Kindergesichter und nicht minder begeisterte Erwachsene beim Durchschneiden eines Bandes. "Das war die Eröffnung unserer neuen Yakini Secondary School in Kisongo im Norden Tansanias, zwischen dem Kilimanjaro und der Serengeti gelegen", berichtet Friederike Heidenhof, die selber Ende Juli für dieses feierliche Ereignis in Afrika war und den bedeutenden Moment der Schuleröffnung miterlebte. Dass diese weiterführende Schule an den Start gehen konnte, verdankt sie zu einem großen Teil dem Krefelder Verein "Partnerschaft für Afrika".

Heidenhof hatte die Hilfsorganisation im Jahr 2011 ins Leben gerufen, nachdem sie zuvor schon in Afrika aktiv war. "Vor ungefähr zwölf Jahren bin ich mit der Unterstützung gestartet", erinnert sich Heidenhof. Damals nahm sie für drei Monate eine Auszeit vom Beruf, um sich karitativ einzusetzen. Der Zufall wollte es, dass es Entwicklungshilfe in Tansania wurde und sie unter anderem die heutige afrikanische Partnerorganisation "Living water children center" kennenlernte.

Fortan ließ Afrika die Krefelderin nicht mehr los. Sie sammelte Spenden und gründete vor sechs Jahren den Verein, zu dessen geschäftsführendem Vorstand sie gehört. Das neue Schulprojekt wird künftig 300 Kindern eine gute Schulbildung ermöglichen.

Bei den Projekten von "Partnerschaft für Afrika" geht es vor allem darum, Kindern, die sonst keine Chance hätten, durch Schulbildung und weitere Unterstützung zu helfen, damit sie später ein eigenständiges Leben führen können. Dazu gehören unter anderem behinderte Kinder, Waisen aus den Slums und HIV-positive Kinder. "Wir möchten mit unserer Hilfe verhindern, dass Menschen zu Flüchtlingen werden. Vielmehr wollen wir mit unserer Arbeit Hilfe zur Selbsthilfe umsetzen. Unser Ziel ist, Lebensverhältnisse vor Ort so zu verbessern, dass sich Menschen nicht auf den Weg nach Europa machen müssen. Wir schaffen Infrastrukturen", sagt Heidenhof.

Die Schule trägt sich dabei selber. Die zahlenden Schulkinder finanzieren die mittellosen Kinder mit. Auf dem Weg schafft der Verein nachhaltige Projekte, die keiner Dauerförderung bedürfen. Das Projekt Sekundarschule lief vom Kauf des Grundstücks bis zur Fertigstellung des Schulgebäudes über knapp drei Jahre. Die Kosten beliefen sich auf rund 500.000 Euro. Bei der Finanzierung gab es weitere Unterstützer. Neben der afrikanischen Partnerorganisation vor Ort, die bereits ein Waisenhaus und eine Grundschule mit Hilfe realisierte, half der Münchener Verein "Sternstunden" bei der Umsetzung mit. Dank weiterer Unterstützung konnte ein Teil der Schuleinrichtung bereits angeschafft werden. Aktuell steht die weitere Schuleinrichtung auf dem Plan. "Zudem suchen wir immer Paten für unsere Waisenkinder", sagt Heidenhof.

Neben der Hilfe im schulischen Bereich betreut der Krefelder Verein auch 40 Studenten und junge Menschen, die sich in der Berufsausbildung befinden. Wichtig ist Heidenhof, dass der Verein alle Verwaltungskosten aus eigener Tasche trägt und die Spenden rein in die Projekte fließen. Sie selber fliegt auf private Kosten regelmäßig mit ihrem Mann nach Afrika, um die angestoßenen Projekte persönlich zu besuchen.

Weitere Informationen über "Partnerschaft für Afrika " gibt es unter "http://www.partnerschaft-fuer-afrika.de" . Kontakt: Friederike Heidenhof, E-Mail: info@partnerschaft-fuer-afrika.de .

Quelle: RP
 
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