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Krefeld
Krefelder wirbt für X-Treme Freestyle on Ice

Krefeld: Krefelder wirbt für X-Treme Freestyle on Ice
Jason Jänicke ist auf der Suche nach Unterstützung für sein liebstes Hobby: Mit dem Team X-Treme Ice Freestyler Krefeld will er sich am liebsten einem Verein anschließen. FOTO: Lammertz
Krefeld. Jason Jänicke und seine Kollegen von X-Treme Ice Freestyler Krefeld haben ein großes Ziel: Sie wollen ihren rasanten Sport aus Akrobatik und Breakdance einem breiten Publikum bekannt machen. In seiner Heimatstadt hat der 20-Jährige bereits erste Achtungserfolge vor Zuschauern der Krefeld Pinguine erzielt. Im kommenden Jahr will er bei "Deutschland sucht den Superstar" auftrumpfen. Von Norbert Stirken

Der 20-jährige Jason Jänicke ist ein sympathischer Kerl. Er ist sportlich, muskulös, ehrgeizig und umtriebig, und er hat ein großes Ziel: Er möchte seinen aus Frankreich stammenden Sport bekannter machen. Einige Mitstreiter hat er bereits gefunden. Unter dem Namen X-Treme Ice Freestyler Krefeld lieferten sie Ende des vergangenen Jahres bereits vor großem Publikum im Königspalast eine rasante rund zehn- bis fünfzehnminütige Show mit Salti, Feuer, Tanz und Kostümen zu Musik auf dem Eis.

Jänicke hat das Schlittschuhlaufen bei den Bambini des KEV 81 erlernt. Später spielte er im Alter von 14 Jahren American Football bei den Uerdinger Tomahawks und anschließend bei den Panthers in Düsseldorf. Der gebürtige Krefelder ist gut austrainiert, um mit Schlittschuhen auf dem Eis anspruchsvolle Choreografien zu präsentieren. Kreiseln, Springen, Tanzen - das Repertoire ist vielfältig und regelmäßiges Training wichtig.

"Da beginnen dann unsere Probleme", sagte er. Während der öffentlichen Eislaufzeiten sind er und seine Kollegen Renate, Denise und Thomas darauf angewiesen, dass die Aufsicht ein Auge zudrückt. Die wagemutigen Figuren und akrobatischen Einlagen stellen auch ein Versicherungsproblem dar. Ohne regelmäßiges Üben funktioniere allerdings nichts, sagte der Teamchef. Dafür fahren die X-Treme Ice Freestyler Krefeld auch schon einmal in die Nachbarländer. In den Beneluxstaaten seien die Regeln nicht so streng. Jänicke ist ständig unterwegs. Er will Kontakte knüpfen, für seinen Sport werben, Hallen und Räume entdecken, in denen ein Trockentraining (Gymnastik, Kraft, Kondition) absolviert werden kann, und neue ambitionierte Teammitglieder finden. "Ich suche das Gespräch mit Vereinen und zum Beispiel dem Stadtsportbund, damit wir nützliche Informationen und Hilfe bekommen", sagte der 20-Jährige. Vielleicht nehme ein Verein seine Truppe als eigene Abteilung auf. "Ansonsten müssen wir vielleicht selbst einen Verein gründen." Im Moment sind ihm die bürokratischen Hürden noch zu hoch.

Seit vier Jahren engagiere er sich schon in dem neuen Sportmetier, trete auf, spreche Medien an und nehme an Wettkämpfen teil. Die Lokalzeit des Westdeutsche Rundfunks habe bereits einen Beitrag gedreht und gesendet. Im niederländischen Venlo hätten sie eine Kostprobe ihres Könnens abliefern dürfen. Mit den Pinguinen wolle er nach einer Möglichkeit suchen, in den Drittelpausen Gelegenheit für einen Showauftritt zu bekommen.

Jänicke, der sich als Rettungssanitäter beim Deutschen Roten Kreuz engagiert, sieht seine berufliche Zukunft bei der Bundeswehr. Zuvor aber, so hofft er, will er die Leiter für den Aufstieg seines Hobbys ins Bewusstsein der Sportszene halten. Am Samstag, 19. August, trainieren er und seine Teamkameraden ab 14 Uhr auf der Wiese an der Skateranlage am Voltaplatz. "Spontaninteressierte können an dem Probetraining gerne teilnehmen. Sie sind willkommen und eingeladen", betonte der sportbegeisterte Krefelder.

Quelle: RP
 
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