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Deutschlandweit einzigartig
Krefelds Erdmännchen-Lodge

Deutschlandweit einzigartig: Krefelds Erdmännchen-Lodge
Friedrich Berlemann, Birgit Roos und Wolfgang Dreßen (v.l.) vor dem Plan der Anlage, auf dem auch die Lodge zu sehen ist. FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. Der Krefelder Zoo soll ein weiteres Highlight bekommen, das überregional für Beachtung sorgen wird: eine Erdmännchen-Lodge. Die Kombination von Afrika-Lodge und Erdmännchen-Anlage ist in dieser Form deutschlandweit einzigartig. Von Bärbel Kleinelsen

Darauf sind die drei Partner, die das aufwendige Projekt gemeinsam stemmen, schon jetzt stolz. Zu je einem Drittel werden die Baukosten in Höhe von 450.000 Euro von der Zoo gGmbH, den Zoofreunden und der Sparkasse Krefeld aufgebracht. Zum "Kick-off", wie Zoo-Direktor Wolfgang Dreßen es passend zum EM-Start nannte, trafen sich gestern alle Projektbeteiligten an der künftigen Baustelle und enthüllten das Schild, auf dem das Vorhaben den Besuchern präsentiert wird.

Bereits im November soll die Lodge fertiggestellt sein. Wahrscheinlich im September wird der Zoo ein Richtfest feiern. Ein großes Erdmännchen-Fest ist für Ostern 2017 geplant. "Ich bin ein Fan dieser Tiere und habe sie gerade live in ihrer Heimat in Südafrika erlebt", erzählte Birgit Roos, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld. Sie ist sich sicher, dass diese Anlage die Attraktivität des Zoos deutlich steigern wird. "Es steht der Sparkasse deshalb sehr gut, ein solches Projekt mitzufinanzieren." Umgesetzt wird die Vision von Zoodirektor Dreßen durch das Architekturbüro Berger aus Grevenbroich.

Von der großen Terrasse der Lodge aus sieht man auf Afrika-Wiese, Nashörner und Elefanten. Im linken Bereich ist das Erdmännchen-Gehege mit dem Termitenhügel. FOTO: Lammertz Thomas

Chef Heinz Berger hatte mit so manchen Hindernissen zu kämpfen. So auch mit den Auflagen zum Brandschutz, die bei einer afrikanischen Strohhütte entsprechend umfangreich sind. Das Ergebnis: Eine Lodge, die aussieht, als stünde sie in Afrika, dabei aber deutschen Kriterien genügt, schwer entflammbar ist und auch einem Starkregen standhält. Geschafft wurde die Quadratur des Kreises durch ein Kunst-Strohdach, das über eine zweite Dachkonstruktion gestülpt wird, und Keramikfliesen, die Holzbohlen-Struktur haben.

Insgesamt ist die Lodge 210 Quadratmeter groß, hat eine großzügige Freiterrasse und einen kleinen Küchenbereich. In dem Gebäude befinden sich auch das Warmgehege der Erdmännchen und Räume für die Tierpfleger. Besucher haben durch Glasfenster Einblick in die "Höhle" der putzigen Mangusten. Die Tiere können jederzeit durch Röhren vom Außen- in den Innenbereich wechseln. Dort, wo jetzt noch der alte Pavillon steht, wird ihre 150 Quadratmeter große Außenanlage entstehen, in deren Zentrum ein Termitenhügel steht.

"Wir starten mit einem Mann und zwei Schwestern, die wir aus einem anderen Zoo bekommen werden. Im Laufe der Jahre wird so eine Gruppe von 20 bis 25 Tieren entstehen", erklärte Dreßen die Haltung. Besucher können die Tiere dank der Verglasung bei jedem Wetter beobachten. Die ganze Anlage wird umgrenzt von Natursteinen, die schon beim Nashorn-Gehege zum Einsatz kamen und somit für eine stimmige Optik sorgen.

Die Krefelder freuen sich riesig auf die Erdmännchen. Das zeigen die knapp 400 Spender, die auf den Stellwänden verewigt sind, und auch die 25 Paten, die es bereits jetzt gibt - ganz ohne Tiere.

Quelle: RP
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