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Krefeld
Krefelds junge Naturschützer

Krefeld. Alle drei Wochen treffen sich die Mitglieder der neu gegründeten Jugendgruppe des Naturschutzbundes (NABU) Krefeld-Viersen. Die Jugendlichen organisieren verschiedene Naturschutz-Projekte wie den Bau eines Mini-Wasserkraftwerkes. Die Gruppe würde sich über weiteren Zuwachs freuen. Von Carola Puvogel

Hüls Leo Tünte hat schon immer gerne draußen gespielt, mit Freunden Unterschlüpfe gebaut, sich für die Natur und für Tiere interessiert. Seit kurzem ist der Sechstklässler nun Mitglied der neu gegründeten Jugendgruppe des Naturschutzbundes Krefeld-Viersen (NABU). Alle drei Wochen treffen sich die Jugendlichen samstags im Umweltzentrum am Krefelder Talring.

"Die Umgebung hier bietet viele Möglichkeiten, in der Natur aktiv zu werden", sagt Henriette Aschenbrenner, die zusammen mit Dennis Prause die Gruppe leitet. "Während der ersten beiden Treffen in diesem Jahr haben wir Ideen gesammelt und Pläne geschmiedet. Das erste Projekt, das die Jugendlichen sich vorgenommen haben, wird sich mit regenerativen Energien befassen."

Am Flöthbach, der ganz in der Nähe des Geländes vorbeiplätschert, soll ein Mini-Wasserkraftwerk entstehen. Eine Material-Liste ist schnell zusammengestellt: Aus Holz, Nägeln, Kleber und ein paar alten Quarkbechern entsteht ein Wasserrad, mit dessen Hilfe ein Dynamo zum Laufen gebracht werden kann. "Heute gehen wir raus und suchen passende Holzstämme", sagt Aschenbrenner. Auf dem Weg ins Gelände wird aber erstmal ein Zwischenstopp am Teich eingelegt. Leo fischt mit flinken Fingern einen Molch aus dem Wasser und hält ihn vorsichtig in den Händen, um seinen Fang den anderen Naturfreunden zu präsentieren. "Das ist ein Weibchen, das sieht man an der Färbung", erklärt er, bevor der Molch wieder zurück ins Wasser darf.

Es dauert nicht lange, die Holzstämme für das Minikraftwerk zusammen zu suchen und für die Bauaktion beim nächsten Treffen an die Seite zu legen. Danach geht es zum Flöthbach, um schon einmal nach einer passenden Stelle für das Projekt Ausschau zu halten. "Es ist uns wichtig, bei der Arbeit immer einen Praxisbezug zu haben, viel an der frischen Luft zu unternehmen und die Jugendlichen so an die Arbeit des NABU heranzuführen ", erzählt Leiter Dennis Prause. "Sobald es wärmer wird, wollen wir ein richtiges Floß bauen." Dafür könnte die Gruppe auch noch ein paar Helfer gebrauchen. Wer Lust hat, der NABU-Jugendgruppen beizutreten und bei den Aktionen mitzumachen, ist herzlich willkommen. Die nächsten Termine für die Treffen am Hülser Berg sind telefonisch oder per E-Mail im Büro des Naturschutzbundes zu erfahren.

Quelle: RP
 
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