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Krefeld
Kresch macht Sommertheater

Krefeld. Mit vier Produktionen an vier Standorten macht das Kresch Sommertheater. Auf den Innenstadtbühnen von "Kultur findet Stadt(t)" am Samstag, 20. Juni, gibt es jeweils nur Kurzfassungen der einzelnen Stücke - live gespielte Trailer, wie Kresch-Chef Michael Jezierny sie nennt.

Das Sommertheater beginnt bereits morgen Abend im Innenhof der Fabrik Heeder mit "Klanglandschaft Kafka". Ein Brief des Dichters an seinen Vater, der seine Zielperson nie erreichte, diente Regisseur Franz Mestre und dem Video- und Klangkünstler Ludwig Kuckartz als Vorlage für eine "Livelooplesung mit Musik", ein Erlebnis, bei dem moderne Klangkollage-Techniken den Text akzentuieren und reflektieren helfen. Dabei wurde der Premierenbeginn um 21 Uhr bewusst so gewählt, dass die Abenddämmerung als dramatischer Faktor im Stück mitwirkt (auch am 20. Juni, Bühne Neue Linner Straße, 13 Uhr / Ladenlokal Königstraße 81, 21 Uhr; 28. Juli, Kufa-Beach 19 Uhr).

Eine weitere Premiere gibt es am 18. Juni, 19 Uhr, im leerstehenden Ladenlokal Königstraße 81. In seinem Zweipersonenstück "Quizoola!" hat der britische Autor Tim Etchells ein Wort-Duell aus Wissens- und Gewissensfragen angelegt, in dem es nicht so sehr um die Antworten als um die Machtstrukturen geht, die sich aus verschiedenen Befragungs-Situationen ergeben können. Anna Brass hat das Konzept fürs "Stadtjugendtheater zwei" adaptiert. (Außerdem am 20. Juni, Ecke Marktstr./Königstr., 15.30 Uhr)

"Crisis? What Crisis?" hat bereits sehr erfolgreich Premiere gefeiert, und weil es dank seines hohen Improvisationsanteils immer wieder neu entsteht, ist es auch im Sommertheater mit von der Partie. Nach dem Motto "Jedem seine Krise, aber welche Krise passt zu mir?" geht es am 28. Juli um 19 Uhr auf dem Kufa-Beach wieder zur Sache, vorher am 20. Juni Ecke Marktstr./Königstr., 11.30Uhr / Ladenlokal Königstraße 81, 19 Uhr.

Das Kresch-Kreativlabor und der Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein entwickeln gemeinsam die szenische Rauminstallation "Spielraum / Raumspiel". Auf eine Initiative von Franz Mestre und Prof. Erik Schmid versuchen sich erfahrene Kresch-Darsteller und Theater-affine Studenten am minimalistischen Theaterkonzept "Der leere Raum" von Peter Brook. (Premiere: 10. Juni im Ladenlokal Königstraße 81, 19 Uhr; außerdem 11. Juli, selber Ort, selbe Zeit).

Karten kosten vier bis zehn Euro. Telefon 02151 8626262 (Heeder, Königstraße), 02151 858687 (Kufa-Beach)

(MoMe)
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