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Krefeld
Künstleraktion mit Krawatte soll Krefelder Identität zeigen

Krefeld. Das Projekt "Spuren der Zukunft" geht in seine nächste Phase: Nach Phase 1 "Dialogbühne" beginnt am 27. September die "Interventionsphase". Von Christine van Delden

"Spuren der Zukunft" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Städte Krefeld, Venlo, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort in Kooperation mit dem Verein Kulturraum Niederrhein, dem Land NRW sowie im Rahmen des Interreg-Programms der Europäischen Union. Das Projekt ist durch den Fachbereich Marketing und Stadtentwicklung der Stadt Krefeld initiiert und gehört in das große Projekt "Krefelder Perspektivwechsel": bis zum 650-Jahre- Stadtjubiläum 2023 werden möglichst viele Perspektiven aufgezeigt und "Spuren der Zukunft" ist eine davon.

Unter der Leitfrage "Was werden wir Stadt genannt haben?" werden die tiefgreifenden Veränderungen thematisiert, denen die Innenstädte in der Zukunft unterliegen werden. Angebote, Räume und gesellschaftliches Leben in den Innenstädten werden sich in ein paar Jahren verändert haben. Nicht nur die zunehmende Digitalisierung des Alltags, sondern auch der demografische Wandel und die Vielfalt der Bevölkerung werden zur Veränderung beitragen. "Die Zukunft der Städte als Kommunikationsraum steht auf dem Prüfstand", erklärt Ulrich Cloos, Leiter des Stadtmarketings. In Nicolas Beucker, Professor für public & social design an der Hochschule Niederrhein, hat das Projekt einen kreativen Kurator gefunden: "Der Diskurs über die Zukunft der Innenstädte wird leidenschaftslos geführt - sie geschieht einfach. Hier helfen Künstler, die Dinge sichtbar machen und zur Diskussion anregen". So wird am 27. September der Konzeptkünstler und Projektdesigner Norbert Krause auf dem Platz An der Alten Kirche eine Aktion starten. Der Künstler berichtet: "Ich hatte den Auftrag, einen anderen Blick auf die Stadt zu werfen - und am Ende habe ich mir die Krawatte als Objekt ausgesucht". Die Krawatte stelle ein Stück der Krefelder Identität dar und spiele aus diesem Grund in seiner Aktion eine zentrale Rolle. Er wird eine baumartige Skulptur errichten, die die Bürger Krefelds mit Krawatten schmücken können.

Krause fordert im übertragenen Sinn dazu auf, "den Krawattenknoten zu lösen" und damit zu demonstrieren: "Wir sind die Bürger der Stadt und wir gestalten sie mit". Cloos erhofft sich von dieser Aktion, dass sie die Bürger aus der "meckernden Unverbindlichkeit" herausholen möge: "Ein positives Lüftchen weht einem mittlerweile an vielen Punkten in Krefeld entgegen, der Boden ist bereitet, und Krefeld kann von der Aufbruchsstimmung dieses Projektes profitieren".

Quelle: RP
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