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Krefeld
Kulturausschuss: Sorge um das "Wickelkind"

Krefeld. Ratsfrau Gerda Schnell (SPD) sorgt sich um das Relief an der Fassade der ehemaligen Kinderklinik: Was passiert mit dem Kunstwerk, nachdem Helios das Gebäude verkauft hat, wollte sie gestern Abend im Kultur- und Denkmalausschuss wissen. Sie habe die Zusage von Ärzten, die bereit seien, das Wandbild auf eigene Kosten abnehmen und an einem geeigneten Ort, etwa dem Elternhaus am Helios, anbringen zu lassen. Kulturdezernent Micus will nun recherchieren, ob die Kunst mit dem Gebäude in den Besitz des Käufers übergegangen ist.

Peter Bertlings, ehemaliger Professor der Werkkunstschule (WKS), hatte das Relief in den 1950er Jahren als Auftragsarbeit für die damaligen Städtischen Krankenanstalten geschaffen. Es zeigt ein in Tücher gewickeltes Kleinkind und hat von den Krefeldern den Titel "Wickelkind" erhalten.

Gerda Schnell hat ihre Sorge um diese Arbeit nicht zum ersten Mal formuliert. Als vor vier Jahren über einen Abriss des Kinderklinik-Trakts diskutiert wurde, hat auch die FDP einen Antrag gestellt, das "Wickelkind" zu sichern. Helios hatte versichert, es bestehe keine Gefahr, die Klinik werde nicht abgerissen. Von dem jetzigen Verkauf, sagte Micus, sei er überrascht worden.

Auch die Balkenhol-Skulptur auf dem Klinikgelände war Thema, wenn auch nur am Rande. Bernd Scheelen bat um die Ergänzung der Niederschrift aus der vergangenen Sitzung: Da hatte er vorgeschlagen, die Skulptur, die für die Herzchirurgie erworben worden war, die nun die neue Kinderklinik ist, um "zwei kleine Balkenhölchen" zu ergänzen. "Das ist mir wichtig, sonst gibt es später vielleicht Probleme mit dem Urheberrecht", sagte er.

(ped)
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